Stellenanzeigen Hier geht's zum perfekten Job

Das Internet ist voller Stellenanzeigen. Doch nicht immer ist für Bewerber ersichtlich, welche Position tatsächlich noch frei ist und bei welcher Anzeige es sich um eine Karteileiche handelt.

Fünf typische Schlüsselfragen im Vorstellungsgespräch
Auf diese typischen Fragen sollten Sie im Vorstellungsgespräch gefasst sein1. „Erzählen Sie etwas von sich“Es ist wie im Lebenslauf - hier möchte ein Personaler nichts Privates lesen und daher im Gespräch nicht Privates hören. Es sei denn, es ist tatsächlich für die künftige Tätigkeit relevant. Also lieber nicht von der Beziehung zum Lebenspartner sprechen, sondern über den Hintergrund der beruflichen Biographie. Für eine gute Antwort kann man sich den richtigen Ansatz holen, indem man eine Gegenfrage an den Personaler stellt: „Wo soll ich beginnen?“ oder „Was möchten Sie genau wissen?“ Quelle: Fotolia
2. „Warum wollen Sie Ihre aktuelle Stelle verlassen?“Auf jeden Fall vermeiden: negative Äußerungen über den momentanen Arbeitgeber. Wer es doch tut, sagt mehr über sich selbst, als über die vermeintlichen Umstände, unter denen er angibt zu leiden. Wer Konflikte am Arbeitsplatz zu bewältigen hat, sollte deutlich machen, dass er versucht hat, diese zu lösen. Eleganter antwortet ein Bewerber auf diese Frage, indem er aufzählt, warum er beim neuen Arbeitgeber andocken möchte. Zum Beispiel: dass der Wechsel jetzt der richtige nächste Karriereschritt ist. Allerdings sollten Bewerber auch wissen, warum Sie sich für die ausgeschriebene Stelle beworben haben. Eine weiteres No-Go: Gehaltvorstellungen als Wechselgrund angeben. Quelle: Fotolia
3. „Welche Stärken und Schwächen haben Sie?“Die eigenen Schwachpunkte sollte man identifizieren können. Ebenso sollten Bewerber glaubhaft erläutern, wie Sie mit diesen Schwächen umgehen und dass Sie an diesen arbeiten können. Auf die Frage nach den Stärken: Lieber nicht sagen, dass man schlau ist oder besonders hart arbeitet. Das Risiko ist dann groß, dass Personaler entgegnen: „95 Prozent der Kandidaten vor Ihnen haben das gleiche gesagt. Was unterscheidet Sie von ihnen?“ Was auf jeden Fall nicht geht: Der Bewerber zeichnet sich als Superman oder Superwoman und gibt vor, keine Schwächen zu haben.
4. „Haben Sie kurzfristige Ziele?“Auch hier ist eine Gegenfrage angebracht: „Von welchem Zeitraum sprechen wir?“ Denn „kurzfristig“ kann für viele sechs Monate bedeuten – der Arbeitgeber meint aber vielleicht 18 oder 24 Monate. Klar ist auch: der Bewerber sollte die Ziele im Einklang mit der Position nennen, für die er vom künftigen Arbeitgeber zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Die Antwort: „Ich möchte so schnell wie möglich aufsteigen“, sollte ein künftiger Angestellter lieber für sich behalten. Zuviel Ehrgeiz tut selten gut. Quelle: Fotolia
5. „Haben Sie noch Fragen?“Es ist eine der wichtigsten Fragen, die ein potenzieller Arbeitgeber stellen kann. Sie kommt stets am Ende des Vorstellungsgesprächs. Ein Bewerber wähnt sich dann bereits am Ziel – wenn die Chemie gestimmt hat und das Gespräch gut gelaufen ist. Und dann diese Frage. Die Antwort „Nein, danke“ ist fatal. Wer keine Fragen hat, der zeigt auch, dass er sich über die künftige Stelle keine Gedanken gemacht hat oder schlimmer: dass er kein wirkliches Interesse hat. Genauso falsch ist es nach folgenden Dingen zu fragen: „Was macht das Unternehmen genau?“, „Wie viel Urlaub bekomme ich?“, „Kann ich von zu Hause aus arbeiten?“ Lieber sollte der Bewerber Fragen stellen, die dem potenziellen Arbeitgeber helfen zu zeigen, dass er mit seinen Erfahrungen und Qualifikationen zu der ausgeschriebenen Stelle passen. Auch hier helfen Gegenfragen: über die Beschaffenheiten der künftigen Abteilung, über die Aufgaben, darüber, wie der Arbeitgeber Erfolg messen wird. Quelle: dpa

Die Stellenanzeigen in der überregionalen Tageszeitung oder dem Wochenblättchen gibt es noch. Doch die Mehrheit der Jobangebote steht im Netz. Geschätzt gibt es mehr als 1600 verschiedene Jobbörsen im Netz. Entsprechend groß und mitunter unübersichtlich ist das Angebot. Viele Anzeigen geistern seit Wochen und Monaten durch das Netz, werden von Metasuchmaschinen und sogenannten Spidern aufgespürt und angepriesen, obwohl die angebotene Position oftmals schon vergeben ist.

Denn auch wenn die Anzeige ein aktuelles Datum hat, ist dies oft nur das Datum des Tages, an dem die Ausschreibung vom Suchprogramm entdeckt wurde. Und auch viele Anzeigen auf firmeneigenen Karriereseiten haben kein Einstellungsdatum.

Trotzdem ist das Internet der beste Weg, an passende Stellenanzeigen zu kommen. 62 Prozent der Bewerber suchen in Online-Stellenbörsen, 60 Prozent in Business-Netzwerken und 52 Prozent auf Unternehmenswebseiten. Weit abgeschlagen folgen Printpublikationen (26 Prozent) und Fachmagazine (15 Prozent). Entsprechend groß ist die Zahl der online eingestellten Jobs.

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Diese Jobs suchen die Wiwo-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer

Und wer genau weiß, was er will, kann mit wenigen Klicks die für ihn relevanten Stellen ausfindig machen. Dafür braucht es aber ein konkretes Jobprofil, statt des Wunschs "irgendwas mit Medien" zu machen. Denn für nahezu jeden Beruf und jede Branche gibt es spezialisierte Portale - von der Ingenieurkarriere über Jobs für Mediziner bis zur Handwerker-Jobbörse.

Genauso bieten sich regionale Jobportale an, wenn der Bewerber auf eine Region oder sogar auf eine bestimmte Stadt besteht. Die Industrie- und Handelskammern wie auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben ebenfalls umfangreiche Jobbörsen. Allerdings teilt nicht jedes Unternehmen seine freien Stellen auch der BA mit. Von den Dax-Konzernen sind es gerade einmal 27 Prozent.

Portale für regionale Angebote

Wer also ganz genau weiß, dass er in Hamburg eine Lehre zum Mechatroniker machen möchte, wird bei der Lehrstellenbörse der IHK Hamburg vermutlich schneller fündig als bei einer allgemeinen Metasuchmaschine. "Ich empfehle Portale wie meinestadt.de oder die Jobbörsen der Arbeitsagentur, weil es dort regionale Angebote gibt", sagt auch Maja Skubella, Personalberaterin bei der Hamburger Karriereberatung "karriere & entwicklung". Außerdem könne man bei der Arbeitsagentur ein Profil anlegen, sodass man nicht nur suchen, sondern auch gefunden werden könne.

Bewerbungsstrategien für den Traumjob

Hinzu kommen natürlich noch die großen und kleinen branchenübergreifenden Job- und Karriereportale wie Xing, LinkedIn oder Monster, bei denen sich gezielt nach Parametern suchen lässt: Gehalt, Region, Profil. "Generalistische Stellen sind im Internet gut zu finden. Spezialisten sollten auch einmal in den Stellenanzeigen der Tageszeitungen nachsehen. Da stehen manchmal sehr interessante Angebote drin, die man im Netz gar nicht findet", rät Skubella.

Außerdem empfiehlt sie, einen Blick in branchenspezifische Magazine zu werfen: "Wer Ingenieur ist, sollte die VDI Nachrichten verfolgen, wer in der Lebensmittelbranche arbeitet, die entsprechenden Lebensmittelzeitungen lesen."

Wer ganz sicher ist, dass er bei Siemens oder BMW arbeiten will, kann es auch gleich auf den dortigen Karriereseiten versuchen, denn 90 Prozent aller zu besetzenden Stellen werden von den Unternehmen auf der eigenen Webseite veröffentlicht. Allerdings lässt sich nicht jeder Ausschreibung entnehmen, wann sie veröffentlicht wurde. Je nach dem, wie aktuell das Unternehmen seinen Karrierebereich hält, laufen Bewerber Gefahr, auf eine Karteileiche hereinzufallen. Wer dem vorbeugen möchte, sollte bei der angegebenen Kontaktperson anrufen und nachfragen, ob die Stelle noch vakant ist.

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"Manchmal empfehle ich auch, bei einem kleineren bis Mittelständischen Familienunternehmen persönlich vorbei zu gehen oder sich per Post zu bewerben, um aus der Masse hervor zu stechen", sagt Skubella. Genauso empfehlenswert seien Initiativ-Bewerbungen. Denn die Mehrheit der Jobs werden gar nicht erst öffentlich ausgeschrieben.

Der Großteil spielt sich auf dem sogenannten verdeckten Stellenmarkt ab: Die Positionen werden also intern vergeben oder es werden gezielt Kandidaten abgeworben. Statt auf eine Ausschreibung zu warten, die vielleicht niemals veröffentlicht wird, könne es also hilfreich sein, hinzugehen, anzurufen oder gut auf das Unternehmen und die anvisierte Position zugeschnittene Unterlagen zu versenden und so das Unternehmen von sich zu überzeugen, rät die Karriere-Expertin.

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