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Traumberufe Die beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands

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Wunsch nach Sinnvollem

Ein Arbeiter bei Solarworld überprüft das Laminat eines Solarmoduls Quelle: dpa

Ein Drittel der Deutschen hat ihren Arbeitgeber bisher nur ein- bis zweimal gewechselt, ergab kürzlich eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung. 22 Prozent sind sogar noch bei ihrem ersten Arbeitgeber beschäftigt – vor allem dann, wenn sie etwas Sinnvolles tun.

Zum Beispiel bei Solarworld. Vor zwölf Jahren beschäftigte der Mittelständler erst zehn Mitarbeiter. Heute arbeiten für das Unternehmen weltweit etwa 3300 Menschen an Standorten in Deutschland, Asien oder den USA. Dieser steile Aufstieg spiegelt sich nun auch in der Beliebtheitsumfrage wider.

Solarworld steht erstmals unter den besten 50: Bei Ökonomen landete das Unternehmen auf Anhieb auf Rang 40, bei Ingenieuren sogar auf Platz 20.

Damit bestätigt Solarworld einen positiven Trend. Vor wenigen Monaten hatte es der Spezialist für Solarstromtechnik unter die beliebtesten Arbeitgeber deutscher Studenten geschafft und sowohl bei Ingenieurwissenschaftlern als auch Naturwissenschaftlern Platz 12 eingenommen.

Identifikation mit Solarworld

Auch wenn die Solarbranche stark abhängig ist von Subventionen, Solarworld kürzlich zum ersten Mal seit Aufnahme in den TecDax einen Quartalsverlust meldete und der Aktienkurs in den Keller rutschte – mit Weltfremdheit hat die steigende Beliebtheit nichts zu tun.

Zum einen ist Solarworld-Vorstandssprecher Frank Asbeck zuversichtlich, die Krise meistern zu können: „Mit unserer wirtschaftlichen Produktion und unserer starken Marke werden wir zu den Gewinnern gehören“.

Zum anderen können sich viele der Young Professionals mit Unternehmen wie Solarworld auch deswegen stark identifizieren, weil es einiges dafür tut, sein Image sowohl bei Studenten als auch bei Berufseinsteigern zu verbessern.

Das Unternehmen kooperiert beispielsweise mit der Technischen Universität im sächsischen Freiberg. Vor einigen Jahren hat Solarworld mit der Hochschule einen Stiftungsfonds in Höhe von 100 000 Euro gegründet, der Forschungsprojekte an den Chemie- und Physik-Fakultäten unterstützen soll. Auch durch solche Kooperationen werden Studenten auf das Unternehmen aufmerksam.

So wie Nicole Schmidt, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Labor von Petra Müller. Eigentlich wollte sie nach dem Abitur Maschinenbau studieren, doch beim „Tag der offenen Tür“ an der Uni schloss sie sich einer Führung in die Chemie an und wechselte daraufhin ihren Studienwunsch.

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