Trends am Stellenmarkt Warum derzeit alle E-Commerce-Experten suchen

Immer mehr Menschen kaufen im Internet Waren ein. Hinter den Online-Shops sitzen E-Commerce-Experten, die Shop-Manager des 21. Jahrhunderts. Ohne sie geht gar nichts.

Die besten deutschen Online-Shops
Qualität von OnlineshopsIn Zusammenarbeit mit dotSource hat das ECC Köln Kunden von 77 Online-Shops aus sieben unterschiedlichen Branchen nach ihrer Zufriedenheit befragt. Bewertung: Die in Klammern angegeben Punktzahl zeigt an, welchen Online-Shop-Index ein Shop erreicht hat. In die Berechnung des Online-Shop-Index fließen die Zufriedenheit der Kunden mit den in der ECC-Erfolgsfaktorenstudie untersuchten Einzelkriterien sowie die Kundenbindung ein. Ein Wert von 100 Punkten entspricht der maximalen Zufriedenheit und Kundenbindung. Das Ranking erhebt nicht den Anspruch zu beurteilen, dass ein Online-Shop allgemein besser ist als ein anderer. Es besagt, welche Online-Shops es besser schaffen als andere, ihre eigenen Kunden zufriedenzustellen. Die vollständige Studie finden Sie kostenpflichtig hier. Quelle: dpa Picture-Alliance
Rang 10: Deichmann (74,9 Punkte) Quelle: dpa Picture-Alliance
Rang 9: Hugo Boss (75,2 Punkte)Als zweiter Modeanbieter hat es Hugo Boss unter die Spitzenreiter geschafft. Die Befragten waren von den Zusatzinformationen zu Produkten sowie von den Kaufempfehlungen besonders angetan. Quelle: dpa
Rang 8: s.Oliver (75,2 Punkte) Quelle: dpa Picture-Alliance
Rang 7: Ernsting’s Family (75,4 Punkte) Quelle: PR
Rang 6: myTime.de (75,4 Punkte)       Quelle: PR
Rang 5: zooplus (76,2 Punkte) Quelle: Screenshot
Gerry Weber (76,4 Punkte) Quelle: dpa
Rang 3: Amazon (76,7 Punkte) Quelle: dpa
Rang 2: Douglas (76,7 Punkte) Quelle: dpa
Musikhaus Thomann (77,3 Punkte) Quelle: dpa

Diese Zahlen dürften den ein oder anderen Einzelhändler vor Neid erblassen lassen: Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (BVH) konnte das Online-Geschäft während der vergangenen Weihnachstage ein Umsatzplus von 54,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielen. Hinter dieser rasanten Entwicklung stehen E-Commerce-Experten, die in vielen Häusern den Kunden dort abholen, wo er sich zunehmend aufhält – im Internet. Dort kauft der Kunde besonders gerne: Kleider, Bücher, Unterhaltungselektronik und Elektro-Artikel.

Ein Blick auf die Statistik des WiWo Jobturbos verrät, dass die technischen Köpfe hinter dem Online-Geschäft gefragt sind. Ende letzten Jahres hat das Angebot wieder angezogen. PHP- und Java-Entwickler sind dabei besonders begehrt. Aber auch für E-Commerce-Manager stehen zurzeit viele Stellen offen. Der Jobturbo greift auf die Jobangebote der führenden Zeitungen und Online-Stellenbörsen zurück.

Die gesuchten Fachkräfte kommen in Unternehmen aus allen Branchen zum Einsatz, die seit jeher mit Dienstleistungen und Waren gehandelt haben und nun erkennen, dass an dem neuen elektronischen Vertriebsweg kein Weg vorbei führt. Dass es sogar der eigenen Existenz abträglich wäre, wenn sie langfristig diese neuen Kanäle nicht bedienen, den der Kunde aber intensiv nutzt – zum Stöbern, Schmökern und Einkaufen.

Lucia Falkenberg, HR-Managerin im eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., beobachtet, dass bereits viele Traditionshäuser diese Richtung einschlagen: „Klassische Warenhäuser wie Kaufhof und C&A bauen gerade eifrig ihren Online-Versand auf und aus und benötigen E-Commerce-Experten.“ Die Platzhirsche brauchen aber nicht allein neues Personal. Kleine und mittelständische Unternehmen suchen auch nach Fachkräften, „die ihre Produkte auch ohne teure Präsentations- und Lagerflächen grenzüberschreitend bei ihrer Zielgruppe platzieren möchten“. Harald R. Fortmann von der Dwight Cribb Personalberatung und Vize-Präsident beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. sieht auch einen hohen Bedarf an Experten in allen Branchen: „Waren es früher hauptsächlich die ‚online-nahen’ Branchen wie Versand, Mode und Electronics, besetzen zunehmend auch die klassischen Branchen entsprechende Stellen. Darunter Unternehmen aus dem Automotive-, Finance-, Transport-, Möbel-, Lebensmittel- und Luxusgüter-Segment.“

Arbeitsmarkt E-Commerce 2010-2013. (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: Presse

Wichtig ist für die Interessenten, dass sie Knowhow in Sachen neue Medien mitbringen. Was eine App ist, wie das Internet funktioniert, was ein Online-Shop ist – das muss Bewerbern vertraut sein. „Gesucht werden vor allem vertriebsorientierte Marketingspezialisten mit ausgeprägter Affinität zu den neuen Medien – also Generalisten“, sagt Falkenberg. Wichtig ist die Erfahrung in den Bereichen Online-Marketing, Webshops, E-Commerce-Plattformen und klassischerweise ein Gespür für erfolgreichen Vertrieb. IT-Kenntnisse dürfen dabei nicht fehlen. Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftsinformatiker dürften etwa gute Chancen auf eine Einstellung bei suchenden Unternehmen haben. Aber auch IT-Spezialisten, die kommunikativ viel auf den Kasten haben. Denn: E-Commerce-Experten arbeiten abteilungsübergreifend, sie fungieren als Schnittstelle zwischen Technik und Vertrieb.

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