Zweites Vorstellungsgespräch In der zweiten Runde ist Zeit für die Gehaltsfrage

Vor kurzem haben mehrere US-Unternehmen die Gehaltsverhandlungen abgeschafft. In Deutschland hingegen wollen Personaler und Chefs, dass Bewerber die Frage aller Frage stellen. Am besten in der zweiten Gesprächsrunde.

Diese Uniabschlüsse versprechen das meiste Gehalt
Eine Lehrerin schreibt mit Kreide an die Tafel. Quelle: dpa
ein Bleistift und ein Rechenschieber Quelle: Fotolia
Eine plastische Nachbildung eines menschlichen Schädels Quelle: dpa
Vorlesung des Mathe-Professors Don Zagier aus den USA in der Jacobs University in Bremen. Quelle: dpa
Umriss eines menschlichen Kopfes bestehend aus einer Festplatte Quelle: Fotolia
Ingenieur für Erneuerbare Energien und Umwelttechnik Quelle: dpa
Eine Jura-Studentin hält am 22.11.2012 in einer Vorlesung an der Universität Osnabrück (Niedersachsen) eine Ausgabe vom Grundgesetz in der Hand. Quelle: dpa

Auf die Bewerbung folgte die Einladung zum Vorstellungsgespräch und damit zwangsläufig die Frage, wie viel Geld ein Bewerber verlangen kann und soll. Soll man gleich beim ersten Gespräch mit den Gehaltsvorstellungen herausrücken oder warten, bis der Personaler fragt?

Sollte man eine fixe Summe nennen oder doch lieber eine Gehaltsspanne - und wo liegt die untere Grenze? Wenn es um den Klassiker des Vorstellungsgesprächs geht, wird es vielen Jobsuchenden erst einmal ganz anders.

In den USA haben kürzlich mehrere Unternehmen beschlossen, diese Last von ihren Bewerbern zu nehmen und den Gehaltspoker zu verbieten.

Statt der Verhandlung gilt bei Reddit, Jet.com, Magoosh und Elevations Credit Union künftig das Prinzip: "Friss oder stirb" - wer mehr Geld will, muss eben zur Konkurrenz gehen. So kann auch niemand aufgrund seines schlechten Verhandlungsgeschicks benachteiligt werden. "Menschen, die dasselbe leisten, sollten auch gleich bezahlt werden", sagte Reddit-Chefin Ellen Pao.

Das zweite Vorstellungsgespräch ist für die Gehaltsfrage ideal

Einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half zufolge dürfen deutsche Kandidaten in Bewerbungsprozessen dagegen selbstbewusst auftreten und die eigenen Gehaltsvorstellungen von sich aus ansprechen. Als idealen Zeitpunkt für die Frage zur Vergütung nennt die Mehrheit der befragten Personalverantwortlichen (47 Prozent) die zweite oder darauffolgende Bewerbungsrunden.

Lediglich vier Prozent der befragten Personaler sind der Ansicht, Gehaltsdiskussionen sollten stets vom Unternehmen initiiert werden.

Die wichtigsten Tipps für Gehaltsverhandlungen

Hinzu kommt, dass sich Verhandlungen hierzulande auszahlen: "Die Erfahrung zeigt, dass Bewerber bei einem Arbeitgeberwechsel bis zu zehn Prozent mehr Gehalt fordern können", weiß Sven Hennige, Senior Managing Director bei Robert Half.

Entsprechend sind die Aussicht auf bessere Karriereperspektiven oder höhere Gehälter die wichtigsten Gründe für einen Jobwechsel.

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