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Körperliche Fitness Sport verhilft zu mehr Erfolg im Beruf

Richard Branson steht dafür um 5 Uhr morgens auf und auch Smart-Chefin Annette Winkler lässt es sich nicht nehmen: Viele Manager treiben kräftig Sport. Alles nur Zufall oder macht das wirklich erfolgreicher im Job?

Das tun Führungskräfte für ihre Gesundheit
Grillwurst Quelle: dpa
vegetarische Suppe Quelle: dpa Picture-Alliance
Vitaminpillen auf einem Löffel Quelle: dpa
drei Leute joggen Quelle: dpa
Zigaretten Quelle: dpa
Frauen in einer Saune Quelle: dpa Picture-Alliance
Menschen machen Yoga am Times Square Quelle: AP

"Mein Fahrrad hatte einen Platten, also musste ich die letzten anderthalb Kilometer rennen." Martin Osterloh steht vor dem Move-Well-Kursraum in einem Fitnessstudio am Potsdamer Platz in Berlin. Er trägt ein grünes Muskelshirt und schwarze Shorts. Ein bisschen erinnern seine stark trainierten Arme an die Marvel-Figur Hulk, nur dass sein Gesicht zarter und natürlich nicht grün ist. Auf den Wangen blitzen ein paar Tropfen. "War ja klar, dass es auch noch regnen musste", sagt er und verschwindet in den Kursraum zu dreißig Minuten hochintensivem Intervalltraining.

Martin Osterloh ist das, was viele Menschen als Fitnessfreak bezeichnen würden. Der 35-jährige Projektmanager am Klinikum Osnabrück geht sechsmal in der Woche ins Fitnessstudio. Die Wege zur Arbeit oder zum Sport erledigt er mit dem Fahrrad. Einmal pro Woche gibt er selbst einen Kurs. Nicht des Geldes wegen, sondern "aus Leidenschaft", wie er sagt.

Auch wenn Osterloh Bürotage mit bis zu zwölf, dreizehn Arbeitsstunden hat - das Training lässt er nur in den seltensten Fällen ausfallen. "Es wirkt nach außen vielleicht wie Stress. Aber wenn ich zum Sport gehe, dann mache ich zum ersten Mal am Tag etwas für mich."

Was bei der Arbeit stresst

Osterloh ist kein Einzelfall. Gerade unter hochrangigen Managern und CEOs gehört Sport zum guten Ton. Virgin-Chef Richard Branson steht seit Jahren um fünf Uhr morgens auf, um sich beim Tennis, Kitesurfen oder Schwimmen den Puls hochzutreiben. Bei Ex-Metro-Chef Hans-Joachim Körber klingelt der Wecker vor vier Uhr, damit genug Zeit für Pilates oder Jogging vor der Arbeit bleibt. Ähnlich handhaben es Apple-Chef Tim Cook, Oracle-Chef Marc Hurd oder Starbucks-CEO Howard Schultz.

Alles nur Zufall oder macht Sport wirklich erfolgreich? Jain, sagt Christian Zepp, sportpsychologischer Experte der Sporthochschule Köln. Sport sei zwar kein Garant für Erfolg. Jedoch entwickele regelmäßiges Training genau jene Eigenschaften, die auch Erfolg im Job bedingen. "Sportler können sich disziplinieren. Sie sind ehrgeizig und haben oft ein höheres Selbstwertgefühl", erklärt Zepp.

Als Sportler lerne man Probleme zu lösen. Wettkampfsituationen helfen, die Psyche in den Griff zu kriegen. „Ein Athlet kann durch den regelmäßigen Stress im Wettkampf trotz hoher Erwartungen und Druck optimale Leistungen erbringen.“

Ehrgeiz, Disziplin und Durchhaltevermögen sind Eigenschaften, die auch auf Annette Winkler zutreffen. Die Smart-Chefin, die zuerst das Familienunternehmen A. Winkler Sohn GmbH & Co KG und dann den Smart vor dem Untergang rettete, gilt über Unternehmensgrenzen hinweg als echtes Energie-Bündel und als besonders ehrgeizig.

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