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Unternehmenskultur "Für einen Kulturwandel muss man niemanden absägen"

Im April tauschen sich bei der Future-Konferenz am Chiemsee Manager über den richtigen Führungsstil aus. Wir haben im Vorfeld mit Redner Pater Anselm Grün und der Initiatorin Birgit Schuler gesprochen.

Anselm Grün, Birgit Schuler.

WirtschaftsWoche: Herr Grün, Sie referieren auf der diesjährigen Future-Konferenz über die wichtigsten Eigenschaften guter Führungskräfte, die Sie aus der Benediktinerregel ableiten. Geht es dabei nicht hauptsächlich darum, ein guter Mensch zu sein?
Pater Anselm Grün: Ein guter Mensch zu sein ist die Voraussetzung, um eine gute Führungskraft zu sein. Und eine Führungskraft braucht den Glauben an den guten Kern des Menschen.

Welche Werte sollte eine Führungskraft Ihrer Meinung nach mitbringen?
Grün: Aus der griechischen Philosophie kennen wir die vier klassischen Grundtugenden: Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung und Klugheit. Tugendhaft sein heißt für mich vor allem, sich um Werte zu bemühen, die einem selbst und Anderen Halt geben. Denn das Wichtigste ist doch, dass man sich selbst und seinen Mitmenschen gerecht wird.

Frau Schuler, wie sehen Sie als Management-Coach die Bedeutung von Werten und Tugenden in Führungsetagen?
Birgit Schuler: Ich bin nicht von der gleichen spirituellen Herkunft wie Pater Grün, aber trotzdem kann ich seinen Ansichten nicht widersprechen. Natürlich hängt Leadership 4.0 von einer reifen Persönlichkeit ab und natürlich gehören zu einem guten Führungsstil Werte und Wertschätzung dazu.

Zu den Personen

Was ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Eigenschaft eines guten Chefs oder einer guten Chefin?
Schuler: Empathie und Verantwortung sind ganz wichtige Eigenschaften. Eine gute Führungskraft blickt auch über ihren eigenen Verantwortungsbereich hinaus und hat das große Ganze im Blick. Dazu gehört auch, dass sie ihre Mitarbeiter dazu bringt, das ganze Unternehmen zu sehen und nicht nur innerhalb der eigenen Scheuklappen zu arbeiten.

10 Tipps für den perfekten Chef

Grün: Führungskräfte müssen Lust haben, zu gestalten und Menschen zu entwickeln, indem sie ihnen helfen, ihr Potenzial zu entfalten.
Schuler: Als Führungskraft sollte ich Menschen mögen und nicht nur auf der Karriereleiter oder im Hierarchiekonstrukt aufsteigen wollen.

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