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Management Vier Tipps für den Wettbewerb der Zukunft

Worauf kommt es im globalisierten Wirtschaftsleben künftig an? Diese Leitsätze sollten Manager sich stets vor Augen halten, rät eine Expertin für strategisches Management im Gastbeitrag.

Die Rache der enttäuschten Bewerber
Was Bewerber in Bewerbungsverfahren und im Umgang mit Recruitern erleben, beeinflusst nicht nur ihre Sicht auf Arbeitgeber. Auch der Blick auf das Unternehmen insgesamt, seine Produkte oder Dienstleistungen ist davon betroffen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, für die der Berliner E-Recruitingdienstleister softgarden 1500 Bewerber online befragt hat. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick. Quelle: getty images
Derzeit sind Bewerbungsprozesse, Arbeitgeber- und Unternehmensmarke als Aufgaben in den meisten Unternehmensorganisationen organisatorisch voneinander getrennt. In den Köpfen der meisten Bewerber jedoch fließen diese Aspekte zusammen. 88 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass ihre Erlebnisse bei der Jobsuche ihre Sicht auf Arbeitgeber beeinflussen, für 74 Prozent gilt das auch für das Unternehmen insgesamt und seine Produkte oder Dienstleistungen. (Grafik: Softgarden.de) Quelle: Handelsblatt Online
Machen Bewerber negative Erfahrungen bei der Bewerbung, hat das negative Folgen für die Unternehmen, denn die Bewerber differenzieren nicht zwischen Unternehmens- und Arbeitgebermarke. Immerhin 11 Prozent der Teilnehmer kaufen nach einer negativen Erfahrung mit der Bewerbung erst einmal keine Produkte des Unternehmens mehr. (Grafik: Softgarden.de) Quelle: Handelsblatt Online
Auch schlechte Bewerbungsprozesse beeinflussen das Verhalten von Bewerbern in ihrer Rolle als Konsumenten. Daher ist es beispielsweise sehr wichtig, dass sich die Recruiter vor dem Gespräch gut über den Kandidaten informieren. Für fast alle Teilnehmer (91 Prozent) der Studie spielt es auch eine Große Rolle, ob sie eine zeitnahe Rückmeldung auf ihre Bewerbung erhalten und dass Online-Bewerbungen technisch stabil und zuverlässig ist (91 Prozent). (Grafik: Softgarden.de) Quelle: Handelsblatt Online
„Unsere Umfrage zeigt, dass es für ein positives Kandidatenerlebnis gleichermaßen auf Verhaltens- wie auf Prozessaspekte ankommt. Unternehmen sollten an beiden Stellschrauben drehen“, sagt Dominik Faber, Geschäftsführer der softgarden e-recruiting: „Denn schlechte Bewerbungsverfahren schädigen Marken.“ (Grafik: Softgarden.de) Quelle: Handelsblatt Online
Aus welchen Gründen würden Sie ein Bewerbungsverfahren abbrechen? Für zwei Drittel der Befragen (60 Prozent) steht fest: Zeigt der Recruiter im Gespräch keine Wertschätzung, möchte man auch bei dem Unternehmen nicht arbeiten. Genauso ungünstig sind Online-Bewerbungsprozesse, die nicht richtig funktionieren und unverständlich oder unfreundlich formulierte E-Mails (50 Prozent). (Grafik: Softgarden.de) Quelle: Handelsblatt Online
Fast jeder zweite Befragte hat schon einmal einen Bewerbungsprozess unterbrochen. In den meisten Fällen (39 Prozent) wurde „Technische Instabilität“ als Ursache genannt, gefolgt von „Keine oder späte Rückmeldung auf die Bewerbung.“ Aber auch langsame Prozesse (24 Prozent) und schlecht informierte Recruiter (19 Prozent) können dazu führen, dass ein Bewerber das Weite sucht. (Grafik: Softgarden.de) Quelle: Handelsblatt Online

Manager, Wissenschaftler und Berater müssen fortlaufend neu überdenken, wie Unternehmen im Wettbewerb nicht nur bestehen, sondern darüber hinaus auch florieren können. Aus der diesjährigen Strategic Management Society Conference ergaben sich die folgenden vier Kernleitsätze als Quintessenz erfolgreichen Managements.

Zur Autorin

1. Behalten Sie alle Stakeholder im Blick, nicht nur die Aktionäre

Als Führungskraft sollten Sie auf alle achten, die mit Ihrem Unternehmen verbunden sind: die Angestellten, die Kunden, die Zulieferer und auch die Interessengruppen des Sektors. Warum ist das wichtig? Firmen, die langfristig die Belange all derer im Fokus halten, die mit ihnen zu tun haben, steigern damit auch deren Loyalität. Zufriedene Mitarbeiter, Kunden und Zulieferer bleiben Unternehmen erfahrungsgemäß auch in schwierigen Zeiten treu.

Der Unilever-Konzern hat in den vergangenen Jahren viel daran gesetzt, die Frage um den gesellschaftlichen Beitrag des Unternehmens in seine Unternehmensstrategie zu integrieren. In Asien, Afrika und Lateinamerika startete der Konsumgüterhersteller beispielsweise die Kampagne Lifebuoy. Unilever erklärte Menschen den Zusammenhang zwischen Hygienegewohnheiten und übertragbaren Krankheiten, etwa die Bedeutung von Händewaschen vor dem Essen. Durch diese Aufklärungsaktion (bis Ende 2013 erreichte sie 303 Millionen Menschen)  erkrankten deutlich weniger Menschen an gefährlichen Krankheiten wie Diarrhöe. Für viele Babies und Kleinkinder war dies lebensrettend.

2. Entwickeln und pflegen Sie Ihre Netzwerke im Unternehmen

Organisationsinterne Netzwerke sind entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie. Wer Ziele erreichen will, braucht die Unterstützung  und Hilfe von Kollegen. Als Führungskraft können Sie eine noch so ausgefeilte Strategie entwickeln ohne Verbündete  in der Organisation werden Sie sie aber kaum umsetzen können. Idealerweise nehmen Sie sich in Ihrem Arbeitsalltag regelmäßig Zeit, um mit Mitarbeitern in anderen  Abteilungen und Hierarchieebenen zu sprechen. Netzwerke innerhalb und außerhalb des Unternehmens spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, eigene Ziele zu erreichen und das Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten. Um diese Netzwerke sollten Sie sich kümmern.

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