Arbeitsplatz Die meisten Unternehmen ermöglichen Heimarbeit

Die Arbeit zu Hause ist in Deutschland mittlerweile zu einer sinnvollen Alternative zum klassischen Büroalltag geworden. Aber klare Regeln sind notwendig.

Auch der US-Präsident darf arbeiten, wo er wohnt: Der leere Schreibtisch von Präsident Obama im Oval Office im Weißen Haus in Washington. Quelle: dpa

Bei rund einem Viertel der deutschen Unternehmen gehören Mitarbeiter, die zu Hause arbeiten, bereits fest zur Unternehmensstrategie. Für knapp zwei Drittel ist das Arbeiten zu Hause immerhin in Absprache möglich. Für Produktivität und gute Ergebnisse sind jedoch klare Regelungen sehr wichtig. Dies ergab die Studie "Workplace Survey" des Personaldienstleisters Robert Half International. Für die repräsentative Umfrage wurden 200 Personalmanager in Deutschland und weltweit über 1.770 befragt.

Das Arbeiten am heimischen Schreibtisch bringt für Mitarbeiter viele Vorteile. Jedoch geben 78 Prozent der Befragten an, die Führung dieser Mitarbeiter sei im Vergleich zu im Büro Anwesenden etwas oder sogar deutlich schwieriger. Rund 40 Prozent der Unternehmen haben entsprechend gehandelt und bereits Guidelines für eine erfolgreiche Zusammenarbeit entwickelt. „Klar definierte Regeln und Prozesse für Mitarbeiter im Home Office sind wichtig, damit Führungskräfte die Effizienz trotz der erschwerten Teamsteuerung verbessern können“, sagt Sladjan Petkovic, Director bei Robert Half International.

 

Tipps für den Umgang mit Heimarbeitern

Zuhause zu arbeiten ist effizienter

Für bestimmte Aufgaben ist der Schreibtisch in der eigenen Wohnung durchaus sinnvoll und auch zu empfehlen. „Das Arbeiten von Zuhause aus eignet sich vor allem für Aufgaben, die hohe Konzentration erfordern, wie Projektplanung, Konzeption oder Kalkulationen, da man nicht vom Bürolärm abgelenkt wird und somit wesentlich effizienter arbeiten kann“, sagt Personalexperte Petkovic.

Tipps für die Heimarbeiter selbst

Die Zahl der Unternehmen, die Home Office nicht erlauben, ist mit 14 Prozent relativ gering. Hauptgrund für die Skepsis ist die Meinung, dass produktives Arbeiten die Anwesenheit des Mitarbeiters im Unternehmen erfordert sowie mangelnde Sicherheit bei der Datenübertragung an einen externen Computer.

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