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Arbeitszeitmodelle Glückliche Mitarbeiter dank Familie

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Begleitung von der Schwangerschaft bis zur Rückkehr

Der Schreibtisch im Wandel der Zeit
Die 70er-JahreAkten, Stempel, Telefon mit Wählscheibe: ein typischer Schreibtisch aus den 1970er Jahren. Rauchen am Arbeitsplatz war kein Problem, auch ein Gläschen Alkohol war nicht tabu.
Die 1980er-JahreTaschenrechner und Digitaluhren halten in den 1980er-Jahren Einzug ins Büro. Das Telefon bekommt Tasten - geschrieben wird aber noch weitgehend auf der Schreibmaschine.
Die 1990er-JahreIn den 1990er-Jahren löst der Computer die Schreibmaschine ab. Briefe werden am eigenen Arbeitsplatz ausgedruckt und per Fax verschickt, die Daten auf kleinen Disketten gespeichert.
Die 00er-JahreNotebooks lösen stationäre Computer ab. Das Faxgerät kann nun auch drucken, kopieren und scannen. Der Kaffee kommt nicht mehr aus der Büroküche, sondern vom Coffeeshop um die Ecke.
Die 10er-JahreDer eigene Schreibtisch wird zur Ausnahme, die Arbeitsfläche kleiner, gearbeitet wird auch mal im Stehen. Daten werden elektronisch archiviert, der Bildschirm wird größer, die Tastatur schrumpft.

Bei Weleda, einem Kosmetikhersteller aus Schwäbisch Gmünd, sind rund 900 Menschen beschäftigt, ein Viertel davon arbeitet in Teilzeit. Rund 70 Prozent davon sind weiblich. Das Unternehmen hat sich auf die Bedürfnisse von werdenden Eltern und Familien eingestellt. Man wolle den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, Job und Familie zu vereinen. Und das aus ganz wirtschaftlichen Gründen: "Der im Unternehmen gelebte Anspruch, Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen, kann dabei helfen, leistungsbereite Mitarbeitende mit starker Beziehung zur Unternehmensidentität zu finden und zu halten", sagt Erk Schuchhardt, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Weleda.

Deshalb begleitet Weleda schwangere Mitarbeiterinnen und werdende Väter mit Tipps, Seminaren und zahlreichen Arbeitszeitangeboten von der Bekanntgabe der Schwangerschaft bis zur Rückkehr ins Unternehmen. Der Kontakt reißt dabei auch während der Elternzeit nicht ab, damit die Mitarbeiter anschließend gerne zur Arbeit zurückkehren und dauerhaft eingebunden sind. Zwar gebe es immer wieder große Herausforderungen bei dem Versuch, es sowohl Mitarbeitern als auch dem Unternehmen recht zu machen, aber von einer "familienbewussten Personalpolitik" hängen neben der Zufriedenheit auch Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit ab. Und das ist es nun mal, was letztlich von unternehmerischer Seite zählt.

So sagt auch Schuchardt: "Im Zuge des fortschreitenden demografischen Wandels wird die Bedeutung einer familienbewussten Arbeitswelt von immer mehr Unternehmen erkannt." Aber es sind nicht nur die Mittelständler, die sich derart um ihre Belegschaft kümmern, um der Suche nach neuen Fachkräften aus dem Weg zu gehen. Auch die Big Player, die bei Berufseinsteigern ganz oben auf der Arbeitgeber-Wunschliste stehen, strengen sich an, um Familie und Beruf vereinbar zu machen.

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