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Aufsichtsrat Deutsche Bank hat das beste Kontrollgremium

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Die Multi-Aufsichtsräte

Das ist jedoch kein Phänomen, das ausschließlich die Frauen betrifft. Nur Adidas, Beiersdorf, HeidelbergCement, Lanxess und Volkswagen sind laut Studie nicht durch Doppelmandate vernetzt. Dagegen sitzt beispielsweise Michael Diekmann gleich in vier Aufsichtsräten (BASF, Linde, Siemens, Fresenius SE), ebenfalls Hüter über vier Unternehmen ist Henning Kargermann (BMW, Deutsche Bank, MunichRe, Deutsche Post). In immerhin drei Konbtrollgremien sitzen Clemens Börsig, Paul Achleitner, Theo Siegert, Jim Hagemann Snabe, Klaus-Peter Müller, Ulrich Lehner, Renate Köcher, Werner Wenning und Wolfgang Mayrhuber.

Vor wenigen Jahren brachte es Top-Manager Manfred Scheider noch auf drei Aufsichtsrats-Chef-Posten im Dax (Bayer, RWE und Linde) plus seinen Job als Aufsichtsratsmitglied bei Daimler und TUI. Gerhard Cromme war ebenfalls zeitgleich Chef des Aufsichtsrates (ThyssenKrupp und Siemens) sowie Mitglied des Aufsichtsrats bei der Allianz und Springer. Mit diesen Multi-Kontrolleuren ist es aber mittlerweile vorbei.

Dax-Aufsichtsräte sind überwiegend Deutsche

Management



Was die Diversität von Nationen in den Kontrolllgremien anbelangt, tun sich die Unternehmen leichter als bei der Geschlechterfrage: 28 Prozent der Aufsichtsräte sind Ausländer - also gut jeder dritte. Die stärkste Gruppe bilden die Österreicher mit 18 Prozent gefolgt von den Amerikanern mit elf, den Briten mit neun und den Schweizern mit vier Prozent. Die meisten Ausländer haben die Deutsche Bank und Volkswagen mit je 60 Prozent im Aufsichtsrat.

Auf 50 Prozent Ausländeranteil bringen es Allianz, Beiersdorf, Deutsche Börse, Fresenius Medical Care und Henkel. Keinen einzigen Ausländer bieten dagegen Fresenius SE, Linde und Merck in ihrem obersten Kontrollgremium auf, rechnet Studienautor Pietralla vor.

Pietralla würde mehr ausländische Aufsichtsräte begrüßen, weil die Deutschen nach den Chinesen Vize-Exportweltmeister seien und die Wachstumsregionen besser verstehen sollten. "Ich frage mich, warum wir uns nicht mehr internationale Kompetenz in die Aufsichtsräte holen", so Pietralla.

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