Berühmte letzte Worte

Krebs! Wenn Manager zu Memmen werden

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Warum ich die Initiative krebsuzette gründete

Cortison verstärkte unsere individuell natürlichen Anlagen, zum Guten wie zum Bösen. Wir wurden aggressiv, depressiv oder kommunikativ. Ein Teufelsritt mitten hinein in die eigene Seele, an den Abgründen und Höhen des eigenen Charakters entlang. Während ich die ÄrztInnen und PflegerInnen vollplauderte, schrien andere ihre Frau ganz wie zu Hause an oder schluchzten sich durch die täglichen Telefavelas, diese Letzte Ölung in Form von RTL, ARD, ZDF.

Eine gute Gelegenheit, damals meine Kolumne 'Berühmte letzte Worte' zu starten. Meine 20+ Folgen der Kolumne 'Werbesprech' ließ ich hinter mir. Reklame war mir plötzlich zu profan. Ernsthaftigkeit auch. Man konnte vieles einfach nicht mehr ernstnehmen, was Manager und Politiker sich da draußen an Kurzsichtigem und Irrelevantem als 'Reform' oder 'Innovation' vom Himmel herunter euphemisierten.

Vor allem nicht, wenn man sich selbst gerade im Angesicht des Krebses fragte: "Würde man mich vermissen? Wer? Und warum?". Eine Frage, die ich jeder Marke und jedem Manager immer wieder ans Herz legte, um sie sich selbst unique, relevant und zukunftsfähig zu beantworten: "Wie kannst Du, Dein Team, Dein Unternehmen einen Unterschied machen, Wert(e) kreieren, von Herzen vermisst werden?".

Was an den Krebs-Mythen dran ist
Die Zahl der Krebs-Neuerkrankungen hat sich laut eines Expertenberichts seit 1970 fast verdoppelt Quelle: dpa
Krebs ist ansteckendDieses Vorurteil hält sich standhaft. Dabei ist wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen, dass Krebs weder über den normalen Umgang mit Patienten noch über die Pflege, nicht einmal über Sex, übertragen werden kann. Denn Patienten scheiden die Krebszellen nicht aus. Kommt ein Mensch versehentlich mit Tumorgewebe direkt in Berührung, erkennt das Immunsystem die fremden Körperzellen und eliminiert sie. Derzeit geht die Wissenschaft davon aus, dass dieser Schutzmechanismus sogar funktioniert, wenn man eine Bluttransfusion mit dem Blut eines Krebskranken verabreicht bekommt. Quelle: Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums Quelle: dpa/dpaweb
Abtreibung löst Brustkrebs ausDieses Gerücht ist eine echte Belastung für alle Frauen, die sich im Laufe ihres Lebens einmal gegen ein Kind entscheiden mussten. Ausgangspunkt ist eine Studie aus den USA, die weltweit in den Medien zitiert wurde. Diese legte nahe, dass Abtreibungen das Risiko für ein Mammakarzinom erhöhe. Kritiker bemängelten, dass mit der Studie keine Krebshäufung unter betroffenen Frauen nachgewiesen werden konnte. Auch ließe sich gar nicht ablesen, dass Abtreibung und Brustkrebs ursächlich etwas miteinander zu tun hätten. Mittlerweile wurden fundierte Studien durchgeführt, die zeigen, dass Schwangerschaftsabbrüche und auch ungewollte Fehlgeburten als Risiko für Brustkrebs relativ sicher ausgeschlossen werden können. Quelle: dpa
Zu enge BHs verursachen BrustkrebsAuch diesen Mythos schürte ein Buch aus den USA. Darin hieß es, dass das Abklemmen der Lymphbahnen dazu führe, dass der Stoffwechsel nicht gut funktioniere und Schadstoffe nicht abwandern könnten. Ein Beweis oder eine wissenschaftliche Quelle für diese Behauptung konnten die Autoren jedoch nicht liefern. Inzwischen ist klar: Das Tragen von Büstenhaltern beeinflusst das Brustkrebsrisiko nicht, egal ob zu eng oder gut passend, mit Bügel oder ohne. Quelle: dpa
Viele Lebensmittel sind für Krebspatienten giftigSo viele Ratschläge Freunde und Bekannte auch auf den Lippen haben, eine sogenannte "Krebsdiät" gibt es nicht. Häufig wird vor Kartoffeln, Tomaten oder Schweinefleisch gewarnt, die angeblich giftig für Krebspatienten seien. Tatsächlich enthalten die Nachtschattengewächse Kartoffeln und Tomaten in ihren grünen Pflanzenteilen das schwach giftige Solanin. Krebs fördert dieser Stoff jedoch nicht. Das Gerücht, Schweinefleisch sei schädlich, scheint eher einen weltanschaulichen oder religiösen Hintergrund zu haben. Wissenschaftliche Belege, dass das Fleisch ungesund ist, gibt es jedenfalls nicht. Quelle: dpa
Krebsrisiko steigt nach einer SterilisationFührt eine Durchtrennung der Eileiter oder Samenstränge zur Empfängnisverhütung zu Krebs? Hierauf ist die Antwort nicht so eindeutig zu geben. Bei Frauen konnte die Vermutung, eine Unterbindung der Eileiter führe zu Eierstockkrebs, bislang nicht durch Studien belegt werden. Bei Männern sieht die Sache etwas anders aus: Jahrelang galt eine Vasektomie als ungefährlich. Das Risiko, an Hodenkrebs zu erkranken, scheint tatsächlich nicht anzusteigen. Bei Prostatakrebs hingegen sehen die Wissenschaftler noch offene Fragen. Eine US-Studie die im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurde und 50.000 Männer über einen Zeitraum von 24 Jahren beobachtete, wies auf einen leichten Anstieg aggressiver Prostatakarzinome nach einer Vasektomie hin. Der Mechanismus dahinter ist aber noch unklar. Quelle: dpa
Übergewicht macht krebskrankEs gibt Studien, die sich mit der Frage beschäftigt haben, ob es einen Zusammenhang zwischen dem eigenen Körpergewicht und Brustkrebs gibt. Und tatsächlich müssen Frauen, die nach den Wechseljahren deutlich übergewichtig sind, mit einer höheren Erkrankungswahrscheinlichkeit leben. Für jüngere Frauen wurde dieser Zusammenhang bisher nicht bestätigt. Laut dem Krebsinformationsdienst laufen hierzu aktuell noch weitere Studien. Quelle: dpa
Verletzungen können Zellveränderungen auslösenBisher gibt es keinen Beleg dafür, dass Traumata des Gewebes wie Stöße, Schläge, Blutergüsse oder Quetschungen Krebs fördern. Ausgenommen sind Menschen, die lange Jahre unter einem Lymphödem leiden - einer chronischen Gewebeschwellung durch Flüssigkeitseinlagerung. Dadurch steigt das Risiko einer Form von Weichteiltumoren. Diese Tumore sind jedoch sehr selten. Quelle: dpa/dpaweb
Zucker füttert den Krebs"Verzichte bloß auf Zucker!" Diesen Ratschlag hören krebskranke Menschen oft. Denn Zucker ist der Energielieferant schlechthin für unsere Zellen. Die Beobachtung des Energiestoffwechsels von Tumorzellen und ob sich dieser von gesunden Zellen unterscheidet, ist eine wichtige Frage der Krebsforschung. Bislang gibt es keine Studienergebnisse, die diese Theorie klar be- oder widerlegen könnten. Für eine zuckerfreie Ernährung von Krebspatienten fehlt daher die wissenschaftliche Grundlage. Krebsforscher warnen im Gegenteil vor allzu strengen Diäten, um den Körper und den Appetit, der ohnehin unter der Krankheit und der Therapie leidet, nicht zu überfordern. Quelle: dpa
HPV-Impfung kann Krebs auslösenDie Befürchtung tauchte bereits vor acht Jahren auf. Damals wurde ein Impfstoff gegen sogenannten humanen Papillomviren (HPV) auf den Markt gebracht. Diese Erreger sind an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt und an weiteren Tumoren im Intimbereich bei Frauen und Männern. Seit einiger Zeit weiß man, dass sie auch bei Krebs im Mund-Rachen-Raum eine Rolle spielen.  In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren zu impfen. Experten gehen davon aus, dass nicht nur Mädchen, sondern auch erwachsene Frauen, Jungen und Männer von einer Impfung profitieren: Sie kann vor vielen, wenn auch nicht allen virusbedingten Zellveränderungen bewahren, die langfristig zu Krebs führen. Das Impfen selbst kann keine HPV-Infektion hervorrufen. Voraussetzung für eine Ansteckung wäre, dass der Impfstoff Erbmaterial der Papillomviren enthielte. Dies ist aber nicht der Fall. Quelle: dapd
Wer fünf Jahre krebsfrei ist, ist geheilt Quelle: dpa

Noch vor der Transplantation entwickelte ich meine persönliche, un/vernünftige Antwort, krebsuzette.org, meine Pro-Bono-Initiative, der ich seit Februar 20 Prozent meiner Zeit widme:

Krebsuzette.org will, dass Sie überleben. Dass Sie wie ich durch die Therapie gehen können. Dass Sie erst gar nicht durchmachen müssen, was ich durchgemacht habe. Will, dass Sie nicht auch fast zwei Jahre Ihres Lebens verlieren. Will, dass Sie gesund bleiben. Will, dass wir den Krebs endlich an seiner Quelle bekämpfen: unserer ubiquitär alltäglichen Ignoranz diesem Krebse gegenüber.

1. Jedes Jahr sterben 250.000(!) Menschen an Krebs. Unter anderem, weil Klinikverwaltungen rund um den Globus ihnen Lebensqualität und Lebenssinn mit Hilfe der Rotstifte 'Vernunft' und 'Effizienz' als Luxus wegrationalisieren.

> krebsuzette will ihnen schon jetzt mehr Lebensqualität und Lebenssinn geben.

2. Jedes Jahr erkranken 500.000(!) Menschen neu an Krebs. Unter anderem, weil Manager und Unternehmen immer noch krebserregende Produkte herstellen, krebserregende Stoffe verarbeiten. Weil 250.000 Krebstote pro Jahr wohl ein 'vernünftiger' Preis für Wachstum, Arbeitsplätze, Profite und Boni sind.

3. Jedes Jahr erkranken 500.000 Menschen neu an Krebs. Unter anderem, weil wir Alter, Krankheit, Krebs und Tod tabuisieren, aus unseren Gesichtskreisen und Gedanken verbannen. Nur so fühlen wir uns unsterblich. Deshalb kann uns das karzinogene Gift in Jeans, Schuh, Shampoo, Deo, Zigarette, Handy, der Zucker und die Fette, die Antibiotika, Hormone und Farbstoffe in unseren Lebensmitteln nichts anhaben. Oder? Wir sollten endlich aufhören, uns und allen anderen etwas vorzumachen.

> krebsuzette versucht, Aufmerksamkeit für Alter, Krankheit, Krebs und Tod zu kreieren, um endlich Vergänglichkeit als Chance, nicht Schicksal, für unsere Gesellschaft und Gesundheit begreiflich zu machen.

Retten Sie mit mir ein paar Seelen, ein paar Leben! Und wenn es Ihre eigene ist. Durch Geld- oder Sachspenden, durch das Investment Ihrer Zeit und Talente in Lebensqualität und Lebenssinn von uns Krebspatienten.

 

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