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Best of Consulting Auf der Überholspur

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Mercer: Grenzenlos

Mercer: Sieger in der Kategorie Personal Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche

Wer bei BMW arbeitete und das Angebot bekam, auf einen Posten ins Ausland zu wechseln, hatte lange Zeit ein Problem. Denn zur ersten Freude etwa über einen neuen Job in den USA gesellte sich rasch ein Gefühl der Unsicherheit: Schließlich ließ sich nicht ohne Weiteres sagen, ob der neue Job außerhalb Deutschlands einen Aufstieg bedeutete oder zumindest auf der gleichen Karrierestufe angesiedelt war. Oder ob man sich gar verschlechterte. Denn bei dem bayrischen Automobilhersteller gab es einen bunten Strauß von Funktionsbewertungssystemen. In England, wo die Rolls-Royce- und Mini-Produktion, Motorenwerke sowie Vertriebs- und Finanzorganisationen zum Unternehmen gehören, existierte eine Insellösung. Im Reich der Mitte hinkte das Job-Grading-System dem rasanten Wachstum von BMW China hinterher. Weltweit waren viele Führungspositionen erst gar nicht eingeordnet.

Um die Führungspositionen für 106 000 Mitarbeiter global zu harmonisieren und Mitarbeiter durch mehr Transparenz und marktgerechte Bezahlung langfristig ans Unternehmen zu binden, engagierte der Autobauer aus München Mitte 2010 den Personal- und Vergütungsspezialisten Mercer.

80 Referenzpositionen wurden so idealtypisch charakterisiert und mehr als 2000 konkrete Stellen nach diesen Kriterien bewertet. Weil die Führungsstruktur nun weltweit nachvollziehbar ist und Mitarbeiter erkennen, wie die Stelle in der Nachbarabteilung oder ausländischen Niederlassung eingeordnet ist, wissen sie auch, ob ein Wechsel als Aufstieg gewertet werden kann.

„Das neue Bewertungssystem fördert das Denken über Ressortgrenzen hinaus und ist die Grundlage für eine globale Personalentwicklung“, sagt Konzern-Personaler Johannes Trauth, Leiter des Bereichs Vergütung. „Die Umsetzung hat gut funktioniert, weil alle Beteiligten weltweit von Anfang an eingebunden wurden.“

In der Pilotphase etwa diskutierten Deutsche, Malaysier mit Polen und Südamerikanern über die Bewertung von Positionen. Jury-Mitglied Axel Wachholz ist begeistert: „Eines der anspruchsvollsten Personalprojekte, die ich je gesehen habe.“

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