Corporate Design Wenn es Zeit ist für ein neues Logo

Das Aushängeschild eines Unternehmens sollte behutsam an die Zielgruppe angepasst werden. Fünf Anzeichen für notwendige Veränderungen.

Opel mit neuem Anstrich
Neues Opel-LogoNeuer Eigentümer, neuer Chef und neues Logo: Bei Opel ändert sich derzeit einiges. Die Lage rund um den defizitären Autobauer ist zuletzt nicht gerade einfacher geworden, das Logo aber schon. Das neue Markenemblem ist monochrom und besteht nur noch aus dem Ring (der an einen Reifen erinnern soll) und dem Blitz (der die Energie symbolisieren soll). Der bisher genutzte Schriftzug im oberen Kreissegment ist ebenso verschwunden wie der Schattenverlauf über das gesamte Logo. Zudem ist das Logo nicht mehr dreidimensional dargestellt, sondern nur noch in 2D. Zu dem Logo gehört auch ein neues Markenmotto: Der Claim „Die Zukunft gehört allen“ soll zum einen Opels Anspruch unterstreichen, Zukunftstechnologien zu demokratisieren und zu vertretbaren Kosten anzubieten. Darüber hinaus soll es den Wandel des Autoherstellers zum vernetzten Mobilitätsdienstleister unterstreichen. Quelle: Opel
Aldi Süd
Versatel Quelle: PR
Neuer ThyssenKrupp-Schriftzug Quelle: Presse
Neues ThyssenKrupp-Logo Quelle: Presse
Neuer ThyssenKrupp-ClaimAuch der Werbespruch ist beim Patentamt zu finden. In Zukunft könnte es in Kombination mit dem Logo heißen: „engineering. tomorrow. together.“ Alles klein geschrieben, versteht sich. Foto: Deutsches Marken- und Patentamt Quelle: Presse
MerckDas Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck hat sich ein neues Gesicht verpasst: Das bunte "M" sei inspiriert von der "bunten und formenreichen Welt unter einem Mikroskop", teilte der Konzern mit. Außerdem sei es "prägnanter und weniger kleinteilig gestaltet" als sein Vorgänger. Das neue Merck-Logo soll es künftig in zehn verschiedenen Farben geben. Quelle: Presse

Mit ebay, Philips und Yahoo haben zuletzt drei bekannte Marken ihr Unternehmenslogo verändert. Solche Neuerungen stoßen bei Mitarbeitern und Kunden oft auf Skepsis. Logos sollte man nur ändern, wenn es klare Anzeichen dafür gibt, dass es notwendig ist. Eva Missling vom Designer-Marktplatz 99designs hat fünf klare Anzeichen zusammengestellt:

  • Das Logo verträgt sich nicht mit Internet, App & Co: Ein Logo, das in der vordigitalen Zeit als  Geschäftsschild entworfen wurde, ist nicht immer auch für Web und Social Media geeignet. Logos sollten heute medienübergreifend gestaltet sein. Ist das Logo auch dann noch gut lesbar, wenn die Größe verändert wird? Überzeugt es auch als Schwarz-Weiß-Variante? Lässt sich daraus ein Icon, zum Beispiel für eine Mobile App, ableiten? Wird eine dieser Fragen mit „Nein“ beantwortet, ist es Zeit zu handeln.

  • Das Logo repräsentiert das Unternehmen nicht (mehr): Unternehmen ändern über die Jahre hinweg nicht nur das Angebot, sondern auch die Zielgruppe. Damit ändert sich auch die Wirkung des Logos auf Kunden. Daher sollte man stets darauf achten, ob das Logo noch die aktuelle Produktpalette repräsentiert. Schließlich soll das Design nicht nur die Vergangenheit, sondern die Gegenwart widerspiegeln.

  • Das erste Logo ist oft unprofessionell: Gerade in der Gründungsphase kommt es meist auf jeden Euro an. Um Geld zu sparen, setzen beim Logoentwurf viele auf die eigenen Fähigkeiten oder die des Bekanntenkreises. Ergebnis ist manchmal ein Logo, dem man die Unprofessionalität anmerkt. Ein fehlendes Vektorformat wie auch laienhaftes Design rufen dringend nach Überarbeitung.

  • Das eigene Logo unterliegt der Konkurrenz: Um die Attraktivität des eigenen Logos einschätzen zu können, sollten Unternehmer das Design ihrer Mitbewerber betrachten. Ist das Logo der Konkurrenz attraktiver? Um das bewerten zu können, empfiehlt es sich, Freunde, Bekannte oder sogar Kunden zu befragen. Ehrliche Antworten geben Aufschluss über die Anziehungskraft des Designs.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.
  • Das Logo ist zu komplex: Farbverläufe oder Schatten waren zwar mal populär, heute wirken sie sie aber altmodisch. Flat Design ist zeitgemäßer, weil komplexe Logos schwer für verschiedene Medien übersetzt werden können, wodurch Kollisionen mit den Corporate-Design-Richtlinien entstehen. So wandelte zum Beispiel Pepsi seinen verschnörkelten Schriftzug in ein schlichtes Kreisdesign ab und auch die Muschel von Shell wird regelmäßig aktuellen Grafik-Trends angepasst.
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