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Dammanns Jobtalk

Wenn der Job unter die Haut geht

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Erfahrungsschatz aller Altergruppen nutzbar machen

Unsere Zukunft wird davon abhängig sein, wie gut wir es schaffen, eine Lernkultur zu etablieren, die den Erfahrungsschatz aller Altersgruppen nutzbar macht. Zum Beispiel durch eine Personalentwicklung, die keine Altersgrenzen kennt und die gezielt auf gemischte Teams setzt: Ältere und Junge, Frauen und Männer, Deutsche und Ausländer.

Die Deutsche Telekom etwa fördert den Austausch zwischen der Generation Y und anderen Altersgruppen durch Tandems, in denen die Jüngeren den Älteren z.B. den Umgang mit Sozialen Netzwerken  beibringen. Der Chemiekonzern BASF und der Versicherer Swiss Re haben interne soziale Netzwerke eingerichtet, über die Mitarbeiter sich in geschlossenen Gruppen austauschen, gemeinsam Dokumente bearbeiten und sich bei Fragen weiterhelfen können.

Konflikte aktiv adressieren, statt ignorieren

Die Schwierigkeiten, die sich bei der generationsübergreifenden Zusammenarbeit ergeben, sollten pro-aktiv adressiert werden. Die Jungen empfinden alte Höflichkeitsrituale und politisches Taktieren befremdlich. Chefs, die sich ihre E-Mails noch ausdrucken lassen, sind für sie nur schwer akzeptabel. Sie bevorzugen liberalere Unternehmen, die eine uneingeschränkte Nutzung des Internets – von Facebook bis Twitter – erlauben.

Die Furcht vor den neuen Medien sitzt aber bei vielen älteren Führungskräften tief. Ihre Chefposition wird zunehmend durch neue Kommunikationskanäle untergraben, denn Entscheidungen sind transparent und werden auch ohne den Chef getroffen oder kommuniziert. Und mit dem Chef des Chefs oder dem CEO zu kommunizieren, gehört in vielen Unternehmen inzwischen ebenfalls längst zum Alltag.

Da bleibt wohl nur die Flucht nach vorn: Lernen, erfolgreich mit den neuen Entwicklungen umzugehen, vielleicht selbst mal einen Blog zu einem interessanten Thema aufsetzen und am besten gemeinsam mit anderen etwas Neues ausprobieren. Am Ende sollten wir eines nicht vergessen: Der Optimist macht genau so viele Fehler wie der Pessimist, hat aber viel mehr Spaß dabei. Vielleicht eine neue, generationenübergreifende Erkenntnis? Viel Freude beim Ausprobieren!

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