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Dammanns Jobtalk

Das Ringen um die Frauenquote

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Frauen müssen risikobereiter werden

Frauen im Management
Nicole Vollebregt, Adidas Quelle: PR
Elisabeth Corley, Allianz Quelle: PR
Margret Suckale, BASF Quelle: dpa
Sandra Peterson, Bayer Quelle: PR
Hildegard Wortmann, BMW Quelle: PR
Tanja Birkholz / Kerstin Scholz, Commerzbank Quelle: PR
Christine Hohmann-Dennhardt, Daimler Quelle: dpa

Neben den Veränderungen, die es in der Gesellschaft und auf Unternehmensebene bedarf, gibt es aber auch Handlungsbedarf im Umfeld der Frauen selbst. Dabei geht echte Unterstützung über den Bereich von Coaching- und Mentoring-Programmen hinaus. So sollten Frauen stärker ermuntert und herausgefordert werden, mehr Risiken zu übernehmen, einen klaren Entwicklungsplan einzufordern, aber auch mehr Marketing in eigener Sache zu betreiben.

Wenn es darum geht, sich für eine Führungsposition zu empfehlen, zögern Frauen häufig. Ihre Zurückhaltung in diesem Bereich zählt laut einer McKinsey-Umfrage unter Topmanagerinnen aus aller Welt neben der Doppelbelastung, Familie und Beruf gleichzeitig zu meistern und den gestiegenen Anforderungen an Manager, überall und allerorten volle Leistung, Flexibilität und Mobilität garantieren zu müssen, zu den wichtigsten Hürden auf dem Weg nach oben.

Wer als Topmanager arbeitet, braucht Durchhaltevermögen und muss einen hohen Einsatz bringen – auch zeitlich – das gilt unabhängig vom Geschlecht. Und: Wer den hohen Anforderungen des Berufs des Topmanagers gerecht werden will, benötigt ein Umfeld, das unterstützt. Der Partner muss also auch wollen. Das ist übrigens keine Altersfrage, sondern eine Frage der Einstellung.

Man mag es kaum glauben, aber auch im 21. Jahrhundert gibt es noch jüngere Männer in Deutschland, die sich nicht damit anfreunden können, dass ihre Partnerin erfolgreicher ist als sie selbst. So sollen nach einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung aus dem Jahre 2011 fast 50 Prozent der Männer unabhängig vom Alter das tradierte Rollenbild bevorzugen und fast jeder siebte Mann (15%) ist sogar der Ansicht, dass die Frau dem Mann ‚untertan‘ sein soll. Diese Zahlen machen das ganze Ausmaß der Herausforderung deutlich, vor der wir in Deutschland stehen.

Aber ob wir nun mit oder ohne Quote in die Zukunft gehen, klar ist:

1.     Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen. Heterogen geführte Unternehmen sind einfach erfolgreicher. Vielfalt ist also gut fürs Geschäft. Das haben zahlreiche Studien bewiesen. Zudem gebieten es Demografie und Gleichbehandlung, dass wir in Deutschland endlich deutliche Fortschritte machen.

In Arbeit
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2.     Es gibt keine einfache Lösung. Die Ursachen für eine unzureichende Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen sind vielschichtig. Es bedarf daher auch einer vielschichtigen Lösung auf den genannten drei Ebenen, um nachhaltig Änderungen zu erreichen. Gesellschaft, Unternehmen, Frauen und Männer müssen mitwirken, wenn es darum geht, die Entwicklung voranzutreiben. Alle haben ihren Beitrag zu leisten.

3. Am Beispiel Norwegen zeigt sich, dass es auch nach Verabschiedung einer gesetzlichen Quotenregelung noch Jahre dauert und massiver Sanktionen bedarf, um echte Fortschritte zu erzielen. Wir stehen also vor einer gewaltigen Herausforderung, die nur mit Hilfe einflussreicher (männlicher) Fürsprecher und Vorreiter gelingen kann.

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