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Dammanns Jobtalk

Heute noch Talent - und morgen?

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Konflikte sind sicher

Faster, Safer, Smarter, Greener - alles soll effizienter werden. Der Leistungsdruck steigt mit dem neuen Modell enorm. Unbefristete Verträge wird es kaum noch geben. IT-Spezialisten werden so zu Arbeits-Nomaden die weltweit verfügbar sein müssen. Quelle: AP

Auf der anderen Seite war die IT-Industrie schon immer Vorreiter für neue Impulse. Junge Nachwuchskräfte genauso wie berufserfahrene IT-Kräfte wollen an spannenden Projekten mitarbeiten und sich dadurch weiterentwickeln. Personal-Börsen, wie sie IBM plant, gibt es bereits. Vor allem indische IT-Unternehmen haben hier schon vor Jahren vorgelegt. Die Erfahrungen ihrer Mitarbeiter und ihre Leistungen im Rahmen der Projektabwicklung werden  akribisch festgehalten, so dass die zukünftige Einsatzplanung zielorientiert erfolgen und die Ergebnisbewertung bei der Festlegung der Boni entsprechend berücksichtigt werden kann. Fakt ist auch, dass aufgrund der demografischen Entwicklung mehr und mehr Arbeitsleistungen in Zukunft anderswo erbracht werden müssen. Schon allein deshalb, weil außerhalb Europas viel mehr Talente zur Verfügung stehen. Heut schon gibt es in Indien mehr Talente als in ganz Nordamerika junge Menschen insgesamt.

Mehr Wettbewerb unter den Nachwuchskräften

Das Potenzial, die Effizienz durchdie genannten Maßnahmen zu erhöhen, ist verführerisch – auch wegen der relativ starren Arbeitsgesetzgebung und hohen  Arbeitskosten hierzulande. Doch Unternehmen sollten wissen: Wenn Mitarbeiter für Geld und spannende Projekte heute kommen, gehen sie morgen aus den gleichen Gründen auch wieder. Anbieter komplexer Produkte und Dienstleistungen sind aber darauf angewiesen, dass sie trotz hoher Fluktuation immer noch in der Lage sind, auf wichtige Vorerfahrungen zurückzugreifen. So klein wird daher die Restmannschaft, die das Unternehmen IBM steuert und managt und die für Stabilität und Kontinuität sorgen wird, nicht sein können. Wer nicht mehr genug Mitarbeiter hat, die  komplexere Produkte und Schnittstellen auch in der Softwareanwendung kennen, riskiert Qualitäts- und Umsetzungsprobleme. Ganz zu schweigen davon, dass bei noch so globalisierter Arbeitsteilung das Beherrschen der Landessprache und die Kenntnis anderer wichtiger lokaler Rahmenbedingungen für den Kunden unerlässlich bleiben.

Und dennoch: Mit seinem Radikal-Outsourcing glaubt IBM offensichtlich gleich mehrere Probleme in puncto Talentmanagement lösen zu können, mit denen zurzeit so gut wie alle Unternehmen kämpfen. „Reden wir doch Klartext“, fordert Michael White, Chef von Direct TV, einem Fernsehsatellitenbetreiber und Programmanbieter aus El Segundo in Kalifornien. „In den nächsten fünf bis sieben Jahren gehen 80 Millionen Baby Boomer in Rente. Ihnen stehen 40 Millionen Mitglieder der Generation X gegenüber, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren geboren wurden und die die Baby Boomer ersetzen sollen. Das Verhältnis liegt bei zwei zu eins. Um diesen Wandel aufzufangen, investiert man am besten so schnell wie möglich in die nächste Generation“.

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