WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen
Dammanns Jobtalk

Wenn der Job unter die Haut geht

Seite 2/4

Mitarbeiter sehnen sich danach, dazuzugehören und mitzugestalten

Wer Überstunden macht
Der Bürodienstleister Regus hat Arbeitnehmer befragt und herausgefunden, das beispielsweise 13 Prozent der Deutschen jeden Tag mehr als elf Stunden im Büro verbringen. Im internationale Schnitt sind es etwa zehn Prozent. Von den Deutschen, die täglich mehr als elf Stunden arbeiten, sitzen 18 Prozent im sogenannten Home-Office. Regus befragte insgesamt rund 12 000 Mitarbeiter weitweit, davon etwa 1000 in Deutschland. Quelle: dpa
Deutschland Quelle: dpa
USA Quelle: dpa
Frankreich Quelle: dpa
BrasilienSpitzenreiter in Sachen Überstunden ist Brasilien. 17 Prozent der dortigen Arbeitnehmer absolvieren eine 60-Stunden-Woche, dabei sind es 20 Prozent der brasilianischen Männer und nur vier Prozent der Frauen. Quelle: dpa
Japan Quelle: dpa
Home-Office Quelle: obs

Um möglichst vielen Mitarbeitern aller Hierarchie- und Altersstufen das Gefühl zu vermitteln, dass sie Teil der großen Unternehmensfamilie sind und auf ihrer Position das Beste geben, sollten die Unternehmen vor allem eines in Angriff nehmen: Die Förderung des generationenübergreifenden Dialoges. Jung und Alt können viel voneinander lernen und sich gut gegenseitig ergänzen.

So sind junge Menschen tatendurstig aber weniger stressresistent, ältere haben viel Erfahrung, gelten häufig aber als weniger aufgeschlossen gegenüber Neuem. Sie haben einfach schon vieles scheitern sehen. Bislang allerdings überlassen viele Unternehmen die Kommunikation zwischen den Generationen eher dem Zufall. Eine Nachlässigkeit, die dazu führt, dass statt Zusammenhalt und Zugehörigkeitsgefühl Ausgrenzung stattfindet und jeder gegen jeden arbeitet statt miteinander das gleiche Ziel anzustreben.

Nach einer Umfrage unter 2.400 Personal- und Finanzmanagern im deutschsprachigen Raum des Personaldienstleisters Robert Half kommt es in Teams, in denen mehrere Generationen zusammenarbeiten, häufig zu Konflikten. Das wirkt sich negativ auf Motivation und Unternehmenserfolg aus. Robert Half unterteilt die Altersgruppen in den Unternehmen in drei Gruppen: Die Generation Y, Generation X und die Babyboomer. Sie alle haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse und unterschiedliche Vorstellungen über Werte und Arbeitsmoral. Zudem unterscheiden sie sich stark in ihrem Kommunikationsverhalten.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Das Prinz Charles-Syndrom

Die Generation Y – geboren zwischen 1979 und 1999 – ist hoch motiviert, gut ausgebildet, selbstbewusst bis Ichbezogen, auf jeden Fall aber anspruchsvoll, zumal diesen Nachwuchskräften auf dem Arbeitsmarkt sehr viele Möglichkeiten offen stehen. Mit Computern, Internet und Handy aufgewachsen, sind die „Digital Natives“ technikaffin und empfinden soziale Internet-Netzwerke als zentralen Bestandteil ihres Lebens.

Von zu Hause aus gewohnt, dass ihre Meinung gefragt ist, hinterfragen die Ypsiloner gern gewohnte Abläufe, erwarten, in Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden und brauchen zum Glücklichsein nette Kollegen, eine angenehme Arbeitsumgebung und anspruchsvolle Aufgaben. In vielen Unternehmen fristen sie jedoch eher ein Prinz-Charles-Dasein.

Ihre älteren Kollegen werden noch einige Zeit auf den Chefsesseln bleiben. Die Ypsiloner fühlen sich in der Warteschleife gefangen. Konflikte sind damit vorprogrammiert. Von der Führungsspitze sind sie zwar heiß umworben, das Gefühl dazuzugehören wird aber dadurch getrübt, dass sie Sprache und Einstellung der älteren Kollegen nicht verstehen. Um motiviert zu sein, brauchen sie spannende Projekte, an denen sie sich beweisen können und schnellere Beförderungsmöglichkeiten. Häufig jedoch sind diese Möglichkeiten auf Jahre blockiert.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%