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Der Rat der Weisen Berufliche Neuorientierung: Weiterbildung nebenher – oder radikaler Schnitt?

Quelle: Presse

Wie geht es weiter, wenn die Entscheidung für den Neuanfang im Berufsleben gefallen ist? Die Coaches Barbara Rörtgen und Tim Prell raten, sich beherzt ins Ungewisse zu stürzen. Nur wer sich befreit, hat Kraft für Neues.

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Frage: „Aktuell empfinde ich keine Freude mehr an meinem Beruf. Die Umstände sind eigentlich exzellent, denn ich arbeite in einen internationalen Unternehmen und stehe täglich vor teils spannenden Herausforderungen. Trotzdem empfinde ich die Arbeit als belastend. Ich habe mir über meine Stärken und Interessen Gedanken gemacht und für mich interessante Optionen gefunden. Was ist Ihre Empfehlung für die nächsten Schritte: Eine schleichende Umschulung mit Fort- und Weiterbildung nach Feierabend oder der harte Schnitt mit Kündigung und Neueinstieg nach beruflicher Qualifizierung? Finanziell könnte ich auch die zweite Variante abfedern.“

Antwort: Der Schlüssel für die Antwort auf Ihre Frage liegt darin, dass Sie ihre derzeitige Tätigkeit trotz spannender Herausforderungen als belastend erleben. Die Frage lautet also eigentlich: Wollen Sie mit der Belastung weiterleben oder sie abwerfen?

Eine Fort- oder Weiterbildung nebenberuflich zu absolvieren bedeutet eine zusätzliche Belastung zu der bereits bestehenden. Unabhängig davon, als wie spannend und freudvoll Sie die Auseinandersetzung mit dem neuen Thema empfinden, müssen Sie an Abenden, Wochenenden oder in Urlaubsphasen je nach Fortbildung ein nicht unerhebliches Kontingent an Zeit und Energie zur Verfügung stellen.

Hinzu kommt, dass Lernen leichter fällt und nachhaltiger wirkt, wenn man sich in einem guten, entspannten Zustand befindet. Da der finanzielle Aspekt, so wie Sie es schildern, keine entscheidende Rolle spielt, würden wir klar den harten Schnitt der Befreiung empfehlen.

Sie haben mit dem Schritt, ihre Unzufriedenheit im bestehenden Job ernst zu nehmen und sich eine neue berufliche Perspektive zu schaffen, bereits eine klare und mutige Entscheidung getroffen. In Hinblick auf die Umsetzung sollten sie ähnlich konsequent vorgehen und sich entspannten Spielraum für Ihre zukünftige Entwicklung gönnen.

Barbara Rörtgen ist Mentaltrainerin und systemische Beraterin. Tim Prell ist philosophischer Berater. Im Jahr 2000 gründeten die beiden ihr Unternehmen "Entwicklungshelfer Ideenlabor“ . Rörtgen und Prell bieten Coachings für berufliche und private Umbruchsituationen an.

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