Der Ursprung meiner Karriere: Andreas Pinkwart: „Ich wollte immer unabhängig sein“
„Ich wollte immer unabhängig sein. Dazu gehört für mich, politisches Engagement weder zulasten noch zugunsten meiner Karriere in der Wissenschaft zu betreiben“, meint der Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, Andreas Pinkwart.
Foto: dpa Picture-Alliance1. Ausgleichen
Politik war schon als Kind meine Leidenschaft. Ich muss ungefähr zehn Jahre alt gewesen sein, als ich anfing, mir nachmittags im Fernsehen die Übertragungen der Debatten aus dem Bonner Bundestag anzuschauen. In der Schule fiel ich derweil vor allem durch meine ausgleichende Art auf. Ich übernahm die Rolle des Klassensprechers, was eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe war bei 48 Mitschülern. Später wurde ich dann auch noch Schulsprecher.
2. Absichern
Mit 19 Jahren trat ich in die FDP ein, habe bald erste Ämter übernommen. Ganz auf die Politik verlassen wollte ich mich aber nie, dafür war mir meine Unabhängigkeit zu wichtig. Parallel zur Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag habe ich promoviert und der Politik dann zwischendurch ganz den Rücken gekehrt, um eine Professur an der FH für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen und später an der Universität Siegen anzunehmen.
3. Anstoßen
Ich bin nicht Politiker geworden, um Karriere zu machen, sondern um für meine Überzeugungen zu kämpfen. So wurde ich, für manche überraschend, zum Vorsitzenden des FDP-Landesverbandes in NRW und auch zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Für mich war es unerträglich, als mein Vorgänger in den Ämtern, Jürgen Möllemann, im Wahlkampf 2002 einen rechtspopulistischen Kurs einschlagen wollte. Also habe ich ihn herausgefordert, um das zu verhindern.
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