Der Ursprung meiner Karriere: Hubertus Heil: „Als Schüler habe ich auf dem Bau und in der Gastronomie gearbeitet“
„Kompromiss ist kein Schimpfwort, sondern in einer Demokratie der Schlüssel zum Fortschritt“
Foto: PR, Privat1. Glaube
Mein Bruder und ich sind bei meiner Mutter im Kreis Peine in Niedersachsen aufgewachsen. Unser Vater hat uns früh verlassen und keinen Unterhalt gezahlt. Meine Mutter war voll berufstätig. Sie hat uns trotz dieser Belastung gefördert, auch wenn das Geld knapp war. Als Schüler habe ich deshalb in den Ferien auf dem Bau und in der Gastronomie gearbeitet. All das hat mich geprägt. Genauso wie der evangelische Glaube meiner Mutter. 1979 nahm sie uns erstmals mit zum Kirchentag, wo auch Helmut Schmidt sprach.
2. Gerechtigkeit
Dass Herkunft statt Talent und Leistung zu oft über den Lebensweg entscheidet, hat mich schon als Schüler maßlos geärgert. Deswegen habe ich mich als Schülersprecher engagiert. Meine Unzufriedenheit mit der konservativen Bildungspolitik brachte mich schließlich zu den Jusos. Dort hab ich schnell gelernt, dass man in der Politik nicht immer sofort Berge versetzen, aber doch den einen oder anderen Stein ins Rollen bringen kann. Und darum geht es mir: Man muss das Leben nehmen, wie es ist, aber es nicht so lassen.
3. Gemeinsinn
Als Bundesminister für Arbeit und Soziales kann ich Themen angehen, die die Situation von Menschen ganz greifbar verbessern. Deswegen bin ich, so oft es geht, vor Ort und spreche mit den Menschen darüber, was sie bewegt. Dann gilt es konkrete Politik zu machen. Dafür braucht es bei Verhandlungen eine klare Vorstellung von dem, was man erreichen will, aber auch Empathie für die Gegenseite. Ich verhandele gern, und manche sagen, dass ich das ganz gut kann. .
Sie möchten wissen, wie die Karriere von Frank Thelen, Nina Hugendubel oder Ulrich Wickert begann? Stöbern Sie in unserer Rubrik „Der Ursprung meiner Karriere“!