WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Digitale Markenstrategien Das Marketing muss sich neu erfinden

Einkaufsgewohnheiten ändern sich genau wie die Mediennutzung und damit auch die Erwartungen an Unternehmen. Auch das Marketing muss digital werden. Welche Herausforderungen auf Marketingverantwortliche zukommen.

Marketingmanager Quelle: Fotolia

Die Folgen der Digitalisierung stellen hohe Ansprüche an die Fachkompetenz der Marketingmanager. Und die Herausforderungen betreffen dabei nicht nur die Beherrschung der klassischen 4 P´s im Marketing Mix - Product, Price, Place, Promotion  - sondern vor allem auch Fragen des digitalen Know-hows.

Es geht um die Messbarkeit von Online Marketing, Entstehung und aktive Nutzung neuer social media-Marketinginstrumente, Reaktionsschnelligkeit - quasi eine Marktbearbeitung in Echtzeit, die Vernetzung von offline- und online Kommunikationsmaßnahmen, algorithmisiertes Marketing, Programmatic Advertising. Allein diese Stichworte zeigen, dass das klassische Marketing-Handwerkszeug kontinuierlich und vor allem zeitnah immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden muss.

Zur Person

Die Digitalisierung führt zu immer mehr Spezialisierung und damit letztendlich zur Fragmentierung der Markenführung: Diverse interne Abteilungen beschäftigen sich aktiv mit Kundenkontakten – bei Facebook, bei Twitter, in der Fußgängerzone, auf der Website, im Shop - doch der Kunde kennt die kleinteilige Aufbauorganisation nicht. Er sieht das Unternehmen als Ganzes. Insofern benötigt man im Unternehmen unbedingt eine Person oder Abteilung, die ganzheitlich, aus der Perspektive des Kunden, auf eine konsistente Markenführung achtet. Die Gefahr von Kakophonie in der Markenführung ist ansonsten riesig.

SEM-Manager

Die Führungsrolle des Marketings als marktorientierte Unternehmensführung existiert in vielen Unternehmen schon seit vielen Jahren nicht mehr. Bereitwillig haben sich viele Marketingmanager in den letzten Jahren auf die Rolle „des Werbebeauftragten“ zurück drängen, reduzieren lassen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Doch selbst diese Position gerät durch die Digitalisierung unter Druck. Denn anstelle von „weichen“ Faktoren – wie es vermeintlich das Marketing als Werbeabteilung verwendet – liefern andere Abteilungen und Disziplinen wie z.B. das Online Marketing, knallharte Daten und Fakten zur Überprüfbarkeit der eigenen Maßnahmen. Das entspricht der rationalen Logik von Unternehmen und führt zu massiven Budgetumschichtungen und damit letztlich zur weiteren Reduktion von Relevanz und Bedeutung des Marketings.

Hier schließt sich der Kreis. Eine Führungsrolle des Marketings kann nur „zurück“ erobert werden, wenn es Marketing-Managern gelingt, schnellstmöglich digitale Kompetenz zu erlangen und zu verdeutlichen, dass gerade durch die Digitalisierung Koordination, Ganzheitlichkeit und Konsistenz in der Markenführung notwendig sind. Und zwar auf Basis von weichen und harten Fakten.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%