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Digitaler Mittelstand Die Suche nach perfekten Leuten für den digitalen Wandel

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Lieber Gesellen als Hochschulabsolventen

Dabei suchen die Mittelständler gar nicht nur junge Hüpfer, die frisch von der Uni kommen. Erfahrung ist gefragt. Insgesamt suchen 68 Prozent der befragten Mittelständler - in Zahlen: 2720 Betriebe - Leute mit mehrjähriger Erfahrung. 51 Prozent suchen Fachkräfte, die gerade eine Ausbildung abgeschlossen haben. Dann erst kommen Hochschulabsolventen (30 Prozent). Führungskräfte sowie spezialisierte Fach- und Führungskräfte für digitale Technologien sind dagegen gar nicht so gefragt (24 und 17 Prozent).

Dass diese Leute fehlen, bekommen die Unternehmen heute schon zu spüren. Gerade die besonders technikaffinen und fortschrittlichen Unternehmen - in der Studie als "Digitale Transformatoren" bezeichnet - gaben an, durch den Fachkräftemangel gebremst zu sein: Mit entsprechenden Fachleuten im Team ließen sich neue Technologien deutlich besser in den Unternehmensablauf integrieren, so die Befragten.

Auch die Umsetzung neuer Geschäftsideen und die Entwicklung neuer Technologien komme derzeit wegen des Personalmangels zu kurz.

Kleine Unternehmen wollen Quereinsteiger, große suchen an Unis und FHs

Aus diesem Grund warfen die Studienautoren auch einen Blick auf die Rekrutierungsmaßnehmen der Mittelständler. Dabei gab es Unterschiede: Größere Unternehmen ab einem Umsatz von 12,5 Millionen Euro im Jahr holen die gefragten Kräfte aus dem Ausland oder werben gleich ganze Jahrgänge von den Unis und FHs ab.



Die Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 2,5 bis 12,5 Millionen Euro - sie stellen immerhin 75 Prozent der Umfrageteilnehmer - konzentrieren sich dagegen eher auf Quer- und Wiedereinsteiger sowie auf Umschüler. Einig sind sich jedoch alle Unternehmen, dass die zentralen Aufgaben der Personalentwicklung - jetzt und in Zukunft - die Qualifizierung von Berufseinsteigern sein wird. Das zeigt sich auch an der Beliebtheit von Gesellen, die mit 51 Prozent den Hochschulabsolventen deutlich den Rang ablaufen.

Diese Tech-Jobs werden im Jahr 2020 gesucht

Genauso wichtig ist es, einmal gewonnene Experten auf Dauer im Unternehmen zu binden, um einen Braindrain zu verhindern. Entsprechend wollen weder große noch kleine Mittelständler in Zukunft auf die Arbeitskraft von Mitarbeitern verzichten, die eine Familie gründen.

"Weiterbeschäftigung von Arbeitnehmern mit Kindern" steht auf der Prioritätenliste auf Platz drei. 61 Prozent der Mittelständler allgemein halten dies für eine der zentralen Aufgaben der Personalabteilung. Bei den Unternehmen, die als digitale Transformatoren bezeichnet werden, weil die Digitalisierung bei ihnen zu einem ganz anderen Verständnis von Arbeit, Karriere und Leben geführt hat, halten das sogar 70 Prozent für essentiell.

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