Digitalisierung Der Manager, das analoge Problem

„Ich zähle jetzt bis 3, dann ist hier alles digital“: Während die einen am liebsten den zweiten Schritt vor dem ersten machen wollen, verstecken sich die anderen ängstlich hinter der Schreibmaschine. So wird das nichts.

Digitale Macher brauchen vor allem Eines: Mut Quelle: Fotolia

Niemand weiß genau, was sich dahinter versteckt, aber alle denken sich: Das scheint wichtig zu sein. Die Folge: Aktionismus macht sich breit. Und doch schaffen viele Unternehmen es nicht, eine Brücke von der alten in die neue Welt zu schlagen.

Das auf fehlende Ideen zu schieben wäre zu einfach. Zu 99 Prozent scheitern die Innovations- und Strategiemanager nämlich am Miteinander: Sie scheitern an ihren Manager-Kollegen.

Konkrete Big-Data-Beispiele

Das größte Problem sind die Manager

Der Großteil der Führungskräfte zeigt sich zwar bereit und offen für den digitalen Prozess, versteht ihn aber nicht.  Man muss dabei zwischen zwei Typen unterscheiden:

1.       Die, die meinen alles über die Digitalisierung zu wissen

2.       Die, die das Neue einfach nur fürchten

Die vermeintlichen Experten lassen sich gern von Innovationen blenden, die nicht zum eigentlichen Firmenmodell passen. Dann entwickelt der Mittelständler plötzlich - fernab von Kundenbedürfnissen und jeglichem wirtschaftlichem Potenzial - Apps für sein Unternehmen. Das ist im Übrigen kein Problem des Mittelstandes, es trifft auch Top-Manager großer Unternehmen.

Wie Ihr Unternehmen digital fit wird

Diejenigen, die das Neue fürchten, trauen sich dagegen erst gar nicht an die Grundprinzipien des Digitalen heran. Alles, was da auf sie zugerollt kommt, ist schlecht. Frei nach dem Motto, dass Kommunikation auch vor WhatsApp, Facebook und Google schon möglich war.

Sitzen diese beiden Typen in einer Führungsriege, wird es nichts mit der Transformation. Und wie immer hilft nur reden, denn alle müssen alle an einem Strang ziehen. Nicht nur die Besserwisser, die vom neuen Online-Shop reden, obwohl der erste schon schlecht läuft. Auch die Nein-Sager, die in Facebook & Co nur das Böse sehen.

In Arbeit
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Die einen muss man vorsichtig bremsen - rede nicht von Snapchat, wenn du Facebook nicht verstehst, baue keine Webseite, nur damit du eine hast. Vergiss die digitale Werbekampagne, wenn du nicht weißt, wen du eigentlich erreichen willst. Spare dir deinen Social Media Auftritt, wenn du keinen brauchst – die anderen muss man ermutigen.

Sonst entscheiden die einen drauf los und treffen die falschen Entscheidungen. Das bestätigt wiederum die Digitalverweigerer. Und alles nur, weil sich nicht mit der eigentlichen Frage beschäftigt wird: Was bedeutet die Digitalisierung eigentlich für mein Unternehmen? Denn letztlich scheitert alles an Plänen, die nicht zu Ende gedacht wurden – und an fehlender Kommunikation auf allen Ebenen.

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