Euro retten und Rückhand üben Was sich deutsche Top-Manager für 2013 wünschen

Deutschlands Vorstandsvorsitzende über die wichtigsten ökonomischen Probleme des neues Jahres und ihre persönlichen Ziele - beruflich und privat.

Die WirtschaftsWoche hat Deutschlands Vorstandsvorsitzenden Fragen über die wichtigsten ökonomischen Probleme des neuen Jahres 2013 gestellt Quelle: Fotolia

Wir haben Deutschlands Vorstandschefs gefragt, was sie im neuen Jahr erwarten und selbst vorhaben. Und die meisten haben geantwortet. Zumindest auf eine der Fragen fanden fast alle mehr oder weniger dieselbe Antwort.

Die erste von vier Fragen lautete nämlich: "Was halten Sie für die wichtigste ökonomische Herausforderung 2013 jenseits Ihres Unternehmens?"

Die meisten beantworteten Sie so, wie es nicht anders zu erwarten war. Die "Euro-Krise" oder noch allgemeiner die Schuldenprobleme der öffentlichen Haushalte und Banken tauchten in fast allen Antworten auf. Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer nennt das schlicht: "Die Lösung der Probleme in der Eurozone". Gerold Linzbach, Vorstandschef von Heidelberger Druckmaschinen sieht dabei explizit auch die Wirtschaft und private Haushalte in der Pflicht. Außer ihm nahm nur noch Dietmar Bichler von Bertrandt eine über die Wirtschaft hinausreichende Perspektive ein: Die Finanzsysteme müssten stabil bleiben, "um das Risiko sozialer Verwerfungen zu minimieren." Dezidiert politische Forderungen stellte sonst niemand.

Ein Blick auf die Schreibtische der Macht
Wolfgang Drewalowski, Geschaeftsfuehrer BRAX Quelle: Stefan Thomas Kröger für WirtschaftsWoche
Karl Krause, Vorstandsvorsitzender der Kiekert AG Quelle: Christof Mattes für WirtschaftsWoche
Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer Quelle: Dominik Pietsch für WirtschaftsWoche
Margrethe Vestager, EU-Kommissarin Quelle: Morris Willner für WirtschaftsWoche Online
Simone Frömming, Deutschland-Chefin des Softwarekonzerns VMware Quelle: Dieter Mayr für WirtschaftsWoche
Martina Koederitz, Deutschland-Chefin von IBM
Thorsten Braun, Chef des Werbevermarkters Disneymedia Quelle: Dieter Mayr für WirtschaftsWoche

Bei der zweiten Frage nach den zentralen Herausforderungen für ihr eigenes Unternehmen lassen sich einige Vorstandschefs nicht besonders tief in die Karten sehen. Während Herbert Hainer "erneut Rekordergebnisse" erzielen will, klingt bei Post-Chef Frank Appel und Lanxess-Chef Axel Heitmann ein gewisser Pessimismus durch. Sein Unternehmen "müsse "für konjunkturelle Rückschläge gewappnet sein", meint Appel. Heitmann sorgt sich um die Rohstoff- und Energiepreise.

Dass es selbst für einen Vorstandsvorsitzenden auch ein Leben jenseits des Berufs gibt, belegen die Antworten auf die Frage nach dem persönlichen Ziel für 2013. Die Work-Life-Balance ist ganz offensichtlich auch für die, die ganz oben auf der Karriereleiter stehen, eine ungelöste Aufgabe.

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