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Ex-Arcandor-Manager Middelhoff vermisst Solidarisierung unter deutschen Managern

Der wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilte frühere Top-Manager Thomas Middelhoff stellt deutschen Managern ein schlechtes Zeugnis im persönlichen Umgang aus.

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Der frühere Vorstandsvorsitzende der Arcandor AG, Thomas Middelhoff im Juni dieses Jahres Quelle: dpa

Der wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilte frühere Top-Manager Thomas Middelhoff stellt deutschen Managern ein schlechtes Zeugnis im persönlichen Umgang aus.

„Sie verbringen den überwiegenden Teil ihres Lebens mit ihren Geschäftspartnern. Geht es aber einem von ihnen schlecht, gibt es von den anderen keine Solidarisierung“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Sogar das Gegenteil sei der Fall. „Dann wird auf Cocktailpartys schlecht über den Betroffenen geredet, bevorzugt, wenn dieser nicht anwesend ist.“

Middelhoff hat einen tiefen Absturz hinter sich. Das Landgericht Essen verurteilte ihn im November 2014 wegen Untreue zulasten des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor zu drei Jahren Haft. Wegen Fluchtgefahr wurde er noch im Gerichtssaal verhaftet und saß mehr als fünf Monate in der Justizvollzugsanstalt Essen in Untersuchungshaft, bevor er gegen Kaution entlassen wurde.

Derzeit verbüßt er den Rest der Freiheitsstrafe im offenen Vollzug in Bielefeld.

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