Fachkräftemangel Arbeitgeber müssen über den Tellerrand hinaus denken

Arbeitgeber sollten neue Wege bei der Fachkräftesuche gehen, findet das Institut der Deutschen Wirtschaft. Es schlägt beispielsweise Hilfe bei der Eingliederung in neue Regionen vor. Löst das tatsächlich das Problem?

Am Thema Fachkräftemangel scheiden sich seit Jahren die Geister. Während sich die Wirtschaft über wachsende Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen beklagt und auch vor den konjunkturellen Folgen warnt, halten Gewerkschafter den Arbeitgebern teils schlechte Arbeitsbedingungen vor und machen die Unternehmen selbst für Schwierigkeiten bei der Suche nach Mitarbeitern verantwortlich. Derzeit befeuert das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die Debatte erneut.

Die Fachkräftesituation sei zwar regional und von Beruf zu Beruf unterschiedlich, doch werde mittlerweile die Hälfte aller Stellen in Engpass-Berufen ausgeschrieben, ergab eine aktuelle IW-Studie. Als besonders angespannt werteten die Autoren die Lage in Süddeutschland, aber auch in Ostdeutschland sehen sie eine Zuspitzung.

Die gängigsten Thesen zum Fachkräftemangel - und ihr Wahrheitsgehalt

Um gegenzusteuern, sollten die Unternehmen ihre Stellen verstärkt überregional ausschreiben. Das IW empfiehlt zudem, neues Personal bei der Wohnungssuche und bei der Integration in den Alltag zu unterstützen und Mentoren bereitzustellen, die Neueinsteiger aus anderen Regionen begleiten. Auch sollten die Betriebe über Wege nachdenken, junge Leute und Arbeitslose zu mehr Mobilität zu bewegen - etwa durch Wohnangebote für Lehrlinge am Ausbildungsort. Auch bei der Weiterqualifizierung könnten die Betriebe stärker selbst aktiv werden und so die Fachkräftesicherung für den eigenen Bedarf vorantreiben.

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