Frauenquote Fünf Dax-Konzerne beschäftigen mehr Frauen als Männer

Exklusiv

Der Frauenanteil in den Belegschaften der Dax-Konzerne ist in den vergangenen Jahren so stark gestiegen, dass in fünf Dax-Unternehmen schon mehr Frauen als Männer arbeiten. Das geht aus einer Umfrage der WirtschaftsWoche hervor.

Frauenanteil in Deutschlands Großkonzernen
Adidas Herbert Hainer Quelle: dapd
Elizabeth Corley Allianz Quelle: Pressebild
Sandra Peterson Bayer Quelle: Pressebild
BASFBeim Chemieriesen BASF stieg die Frauenquote im vergangenen Jahr ebenfalls nur um rund ein Prozent auf 10,9 Prozent (ohne Vorstand und Aufsichtsrat). Hier sind auch Ziele in Sachen Frauenförderung wenig ambitioniert. Lediglich 15 Prozent sollen bis Ende 2020 in den Chefetagen des Konzerns sitzen. Auch insgesamt gibt es wenige Frauen im Konzern. Ihr Anteil an der Gesamtbelegschaft liegt bei 23 Prozent. Allerdings sitzt hier eine Frau im Vorstand. Margret Suckale ist Personalchefin des Ludwigshafener Chemieunternehmens. Bekannt wurde sie während des Lokführer-Streiks 2008 als Personalchefin bei der Deutschen Bahn. Ein weiteres bekanntes weibliches Gesicht ist RTL-Chefin Anke Schäferkordt, die im Aufsichtsrat von BASF sitzt. Quelle: dpa
Beiersdorf Quelle: dpa
Hildegard Wortmann Quelle: Pressebild
Commerzbank Quelle: dapd

Demnach sind bereits 67 Prozent der Beschäftigten beim Medizintechnik-Unternehmen Fresenius weiblich. In der Mehrheit sind Frauen auch schon bei Metro (55,6%), Adidas (52%), Beiersdorf (51,9%) und Munich Re (51%). Bei drei weiteren Dax-Unternehmen ist der Frauenanteil mit mehr als 40 Prozent ausgesprochen hoch: Die Deutsche Post hat mit einem Frauenanteil von 47% die Parität fast erreicht, stark vertreten sind weibliche Beschäftigte zudem im Pharma-Konzern Merck (43%) und bei der Deutschen Bank (41%).

Dabei arbeiten Frauen nicht nur in niedrigeren Positionen, sondern haben auch in Führungspositionen ihren Anteil erheblich verbessert. Den höchsten Frauenanteil in Führungspositionen weist Henkel mit 29,5 Prozent aus, gefolgt von Fresenius (27%), Merck (23%), Bayer (22,3%), Munich Re (20,5%) und Beiersdorf (20,5%).

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%