Führungsqualitäten Miese Chefs ruinieren die Psyche

Gute Führung schützt die Psyche: Eine Studie zeigt den Zusammenhang zwischen Führungsqualitäten und psychischer Gesundheit der Angestellten auf. Die gute Nachricht: Ein guter Chef zu sein, kann man lernen.

Ein Mann droht einem anderen Quelle: Fotolia

Das Führungsverhalten hat enorme Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit der Beschäftigten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Die Experten des Projekts "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt" (psyGA) fanden heraus, dass nicht nur das Arbeitsklima besser ist, wenn der Vorgesetzte sich für seine Mitarbeiter einsetzt und auch deren Gesundheit im Auge hat.

Die Angestellten fühlen sich ihrem Arbeitnehmer auch deutlich stärker verbunden. In Zeiten, in denen fünf Millionen Deutsche innerlich gekündigt haben, sollten Chefs das im Hinterkopf haben. Außerdem fühlten sich die Beschäftigten bei einer Führung, die sie und ihre Selbständigkeit unterstützte, weniger erschöpft.

Quiz: So finden Sie heraus, ob Sie ein guter Chef sind

Aspekte, die für jedes Unternehmen relevant sind, wie stetig steigende Ausfallzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen belegen. Aus diesem Grund unterstützt die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Führungskräfte mit einem interaktiven eLearning-Tool inklusive dem Selbsttest "Bin ich eigentlich ein guter Chef?".

Auflösung: Sind Sie ein guter Chef?

Doch was macht einen gesundheitsfördernden Führungsstil aus? Ein wichtiger Faktor sind Handlungs- und Entscheidungsspielräume für Beschäftigte und die aktive Teilhabe im Unternehmen – Elemente, die sich auch in der Praxis bewähren, wie Thomas Sattelberger, Ex-Personalvorstand mehrerer Dax-Unternehmen und INQA-Themenbotschafter, bestätigt:

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

"Menschen, die das Unternehmen aktiv mitgestalten, fühlen sich wohler und sind engagierter. Wir müssen weg von einer Führungskultur, die sich nur an Zahlen orientiert, und hin zu einem Führungsstil, der eine ganzheitlich funktionierende Unternehmenskultur fördert."

Und den können Führungskräfte lernen: Die Studie zeigt, dass Maßnahmen wie Workshops und Coachings zum Thema Gesundheitsförderung den Führungsstil und das Gesundheitsempfinden verbessern können. Insbesondere konnten Krankheitstage und Präsentismus reduziert, das Arbeitsengagement erhöht und das Teamklima verbessert werden. Um diese Ziele auch im eigenen Betrieb zu erreichen, können Arbeitgeber und Führungskräfte sich bei der INQA gezielt Unterstützung suchen.

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