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Gehaltsdebatte Audi-Chef Stadler warnt vor Begrenzung von Managergehältern

Exklusiv

Vor einer Deckelung von Managergehältern, wie sie der VW-Betriebsrat befürwortet, warnt der Chef der VW-Tochter Audi, Rupert Stadler, der in der aktuellen Ausgabe der WirtschaftsWoche zum CEO des Jahres gekürt wird.

Audi-Chef Rupert Stadler Quelle: dapd

„Wir müssen unser Gehaltsgefüge im internationalen Vergleich betrachten. Schließlich stehen wir nicht nur mit unseren Produkten im globalen Wettbewerb, sondern auch bei Führungskräften. Ein Top-Manager aus China verdient heute nahezu so viel wie einer aus den USA“, argumentiert Stadler im Interview mit der WirtschaftsWoche. Personal sei mehr als ein Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, so der Audi-Vorstandsvorsitzende: „Würden wir unsere Bemühungen um die besten Mitarbeiter einstellen, hätten wir schon verloren.“

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Sein eigenes Gehalt hält Stadler durchaus für angemessen. „Unser Vergütungssystem hängt sehr stark vom Unternehmenserfolg ab. Wenn der stimmt, ist auch ein gutes Gehalt gerechtfertigt.“ Stadler erhielt 2011 mit 7,7 Millionen Euro 73 Prozent mehr als 2010. Audis Umsatz kletterte in dieser Zeit um 25 Prozent auf 44,1 Milliarden Euro, das operative Ergebnis um 60 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro.

Von der WirtschaftsWoche wurde Stadler jetzt zum CEO des Jahres 2011 gekürt. Basis der Entscheidung ist das exklusiv für die WirtschaftsWoche erstellte CEO-Ranking des Schweizer Finanzresearch-Unternehmens Obermatt. Dabei wurden die Bilanzen der Jahre 2010 und 2011 der 115 größten, börsennotierten deutschen Unternehmen unter die Lupe genommen. Platz 2 beim CEO-Ranking belegt Michael Mertin von Jenoptik, Platz 3 Thorsten Reitmeyer von der Comdirect Bank.

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