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Gerhard Richter Auch mal was wegwerfen

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Der rote Faden

Gerhard Richter wurde 1932 in Dresden geboren. Von 1791 bis 1993 lehrte er Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Im Hintergrund ist ein kleiner Ausschnitt des

Sie blicken auf ein Werk zurück, das in mehr als 50 Jahren des Schaffens auf mutmaßlich mehr als tausend Arbeiten angewachsen ist und sich in verschiedene Phasen einteilen lässt. Ist Ihnen eine dieser Phasen näher als andere?

Spannend sind vielleicht die 1960er Jahre, weil da so viel angelegt ist von dem, was kommt. Aber eigentlich ist mir doch die jeweils gegenwärtige Periode am liebsten, weil man aktuell damit zu tun hat.

Gibt es einen roten Faden in Ihrem Werk?

Ja.

Wie sieht der aus?

Rot.

Spüren Sie das Alter?

Ich arbeite weniger als früher, bin aber noch fast jeden Tag im Atelier. Meine kindliche Neugier hält hoffentlich noch eine Weile an.

Sie haben in früheren Jahren immer wieder die Unsicherheit anklingen lassen, die Sie beim Malen spüren. Haben Bilder übermalt, einige auch zerstört. Haben Sie diese Zweifel nun überwunden?

In Arbeit
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Die Zweifel sind geblieben, das ist doch selbstverständlich. Solange man was tut, macht man auch etwas falsch. Da ist auch der Impuls ganz normal, diese Fehler zu übermalen, Bilder auch mal wegzuwerfen, zu entsorgen.

Ist Kunst das Wichtigste in Ihrem Leben?

Natürlich ist die Kunst wichtig. Aber die Liebe ist wichtiger.

Aufgezeichnet von Manfred Engeser.

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