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Geschäftsreisen So können sich Manager auf Reisen schützen

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Sicherheit hat oberste Priorität

Diehl Quelle: Pressebild

Mitarbeiter des Nürnberger Technologie- und Rüstungskonzerns Diehl, die kurzfristig ins Ausland müssen, bekommen es mit Martin Joost zu tun. Er ist für Reisesicherheit verantwortlich, erstellt ein Risikoprofil, das auf die Reise des jeweiligen Kollegen passt, und informiert ihn über etwaige Gefahren. Ist die Vorbereitungszeit für Reisen in Krisenländer zu kurz – je nach Region sind drei bis sieben Tage nötig –, kann der Mitarbeiter im Zweifelsfall nicht aufbrechen. „Die Sicherheit des Reisenden“, sagt Joost, „hat oberste Priorität.“

Das galt natürlich auch beim Tsunami vor der Küste Japans im Frühjahr 2011. Damals schaffte es Bayer innerhalb einer Stunde, alle Mitarbeiter zu stoppen, die auf dem Weg in das Gebiet waren – dank seines internen Reisebüros konnte Bayer jeden identifizieren, der entweder schon in Japan war oder sich auf dem Weg dorthin befand – nicht selbstverständlich angesichts der 112 000 Mitarbeiter, die weltweit für den Chemiekonzern tätig sind.

Hilfe per Handy

Wer, wie vor allem viele Mittelständler, Kosten und Aufwand einer eigenen, internen Reisesicherheitsabteilung scheut, kann auf Dienstleister wie Allianz Global Assistance oder die Europäische Reiseversicherung zurückgreifen, die neben ihren Standardpaketen für Reise- und Gepäckversicherungen auch Assistance-Dienste anbieten. Mitarbeiter der durchgehend besetzten Hotlines helfen zum Beispiel beim Verlust von Reisedokumenten, suchen Dolmetscher, organisieren einen Krankenrücktransport oder vermitteln einen Anwalt, wenn Reisende im Gefängnis sitzen. Das solche Inhaftierungen vorkommen, zeigt der Fall eines deutschen Kunstspediteurs, der seit Monaten in China einsitzt, weil er den Zoll betrogen haben soll.

Manche Sicherheitsdienstleister übernehmen sogar die Evakuierung von Mitarbeitern, etwa bei Naturkatastrophen oder politischen Unruhen.

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Ganz neu ist eine Assistance-App für Smartphones von International SOS: Über den Bildschirm lassen sich nicht nur Sicherheits- und Gesundheitsinformationen, etwa über notwendige Impfungen für das jeweilige Reiseziel, abrufen. Das Programm informiert per Alarm etwa über Streiks am Flughafen. Der Clou: eine Notfalltaste, über die man automatisch mit einer Person verbunden wird, die Deutsch spricht, den Reisenden bei Bedarf mit einem deutschsprachigen Arzt verbindet oder andere Hilfestellungen leistet.

Auch Bayer setzt auf neueste Technologien, um die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten: Vor wenigen Tagen präsentierte der Konzern die Notfall-App My Security Guard, die künftig jeder Mitarbeiter herunterladen kann. Wer sich mit seiner Mobilnummer registriert, ist für seinen Arbeitgeber im Notfall zu orten. „Bei einem Erdbeben etwa können wir per Knopfdruck sehen, wer sich in den betroffenen Gebieten aufhält“, sagt Sorge. Diese Teilnehmer erhalten dann umgehend eine SMS mit den nötigen Hinweisen – selbst dann, wenn das Netz, wie so oft in Ausnahmesituationen, überlastet ist. Denn dank Premiumversand haben Bayers Notfallnachrichten stets Priorität.

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