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Heimliche Herrscher Die Strippenzieher der deutschen Wirtschaft

Die Deutschland AG, in der Top-Manager aus Banken, Versicherungen und Industrie lange Zeit sich gegenseitig kontrollierten, gibt es kaum noch. An ihrer Stelle wirken heute Einflüsterer, Berater und Strippenzieher, die ihre Macht unsichtbar hinter den Kulissen ausüben.

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Deutschlands heimliche Herrscher
Ralph Wollburg Quelle: Picture-Alliance/dpa
Ann-Kristin Achleitner Quelle: dpa
Henning Kagermann Quelle: dpa
Michael Vassiliadis Quelle: AP
Michael Hoffmann-Becking Quelle: Frank Reinhold für WirtschaftsWoche
Gerhard Cromme Quelle: dpa
Manfred Schneider Quelle: Picture-Alliance/dpa

Der Fall sorgte für Furore in der gesamten deutschen Wirtschaft. Michael Hoffmann-Becking, Staranwalt aus Düsseldorf, sollte für Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme prüfen, ob der Münchner Konzern seine Ex-Chefs für die Schäden durch die Korruptionsaffäre vor gut fünf Jahren belangen könne. Hoffmann-Becking beriet sich mit vier Kollegen, schrieb ein Gutachten – und kam zu dem Schluss, dass Siemens ein Recht dazu habe. Am Ende zahlten der frühere Vorstandsvorsitzende Heinrich v. Pierer fünf Millionen und sein Nachfolger Klaus Kleinfeld zwei Millionen Euro in die Konzernkasse.

Seitdem verstummt in deutschen Vorstandsetagen nur langsam das Tuscheln: Wie es denn angehen könne, dass ausgerechnet ein solcher Vertrauter der deutschen Chefetagen den einstigen Größen des wichtigsten deutschen Industriekonzerns dermaßen zusetze.

Strippenzieher im Hintergrund

Der sich das herausnahm, zählt zu jenen Männern und Frauen hierzulande, die vieles bewegen, am wenigsten aber sich selbst in der Öffentlichkeit, die den Takt geben, aber nur ganz selten Interviews, die Fäden ziehen, doch nie selber vor die Kameras: Deutschlands heimliche Herrscher, Einflüsterer und Drahtzieher, ohne die weder Konzernlenker noch Unternehmerdynastien wichtige Dinge entscheiden.

Die Trupps der Schattenmänner und -frauen sind so bunt wie verschwiegen. Viele sind Juristen wie der Linklaters-Anwalt Ralph Wollburg, der unter anderem für die Dax-Konzerne Fresenius und die Deutsche Börse arbeitete, oder Hoffmann-Becking von Hengeler Mueller, auf den Superreiche mit klangvollen Namen wie die BMW-Erben Quandt, der Pharma-Clan Boehringer oder die schwäbischen Motorsägenbauer Stihl horchen.

Andere üben ihre Macht, die sie einst als Konzernchefs besaßen, nun über Kontrollorgane der Unternehmen aus, die zur Geheimhaltungspflicht verpflichtet sind. Henning Kagermann etwa, der frühere Chef des deutschen Softwareriesen SAP, bestimmt heute in den Aufsichtsräten von Deutsche Bank, Deutsche Post und Munich Re über die Geschicke von Großunternehmen mit.

Bewegende Gewerkschaftsbosse

Das sind die Topverdiener unter den Dax-Vorständen
Platz 15 - Georg Pachta-Reyhofen (MAN)Der Vorstandsvorsitzende des Lastwagenbauers MAN verdiente im vergangenen Jahr 2,626 Millionen Euro. Das waren rund 26 Prozent weniger als 2010. Die Lösung des Dauerstreits um den Essener Industriedienstleister Ferrostaal verhagelte MAN die Bilanz. Der Konzern verdiente angesichts der Kosten für den Deal deutlich weniger Geld als 2010. Am Ende blieb der VW-Tochter unter dem Strich ein Gewinn von 247 Millionen Euro. Quelle: dpa
Platz 15 - Heinrich Hiesinger (Thyssen-Krupp)Der Vorstandsvorsitzende der Thyssen-Krupp AG kommt auf ein Jahreseinkommen von 3,52 Millionen Euro. Hiesinger ist seit Januar 2011 Vorstandsvorsitzender des Stahlkonzerns. Daher gibt es keine Vergleichszahlen. Hiesinger baut Thyssen-Krupp derzeit um, vor allem die Stahlwerke in Übersee erweisen sich aber als Bremsklotz. Quelle für alle Angaben: Berechnungen Evers-Vergütungsberatung nach bisher veröffentlichten Vergütungsberichten, Nachrichtenagenturen Quelle: dapd
Platz 14 - Peter Bauer (Infineon)Die Infineon Technologies AG überweist ihrem Vorstandssprecher für das abgelaufene Geschäftsjahr 3,721 Millionen Euro. Das ist ein sattes Plus von 67 Prozent. Damit ist Peter Bauer einer der Gewinner in den Top 15 der Dax-Vorstände. 2010 hatte der Chef des Halbleiterkonzerns lediglich 2,227 Millionen Euro verdient. Quelle: dpa
Platz 13 - Ben Lipps (Fresenius Medical Care)Der US-Amerikaner in Diensten von Fresenius Medical Care kann beim Verdienst leicht zulegen. Mit 3,81 Millionen Euro erhält Lipps rund fünf Prozent mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr. Der Dialysespezialist FMC enttäuschte mit seinem Ausblick auf das laufende Jahr zuletzt so manchen Analysten. Für Lipps ist 2012 das letzte Jahr an der Spitze der Fresenius-Tochter. Der 71-Jährige hört im kommenden Jahr als Vorstandsvorsitzender auf. Quelle: dpa
Platz 12 - Karl-Ludwig Kley (Merck)Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Merck KGaA konnte für das vergangene Jahr ein dickes Plus verbuchen. Karl-Ludwig Kley erhält 4,228 Millionen Euro und damit rund 31 Prozent mehr als 2010. Und das, obwohl hohe Abschreibungen nach einer Übernahme und teure Medikamenten-Fehlschläge den Gewinn des Pharma- und Spezialchemiekonzerns unerwartet stark haben sinken lassen. Quelle: dpa
Platz 11 - René Obermann (Deutsche Telekom)Der Telekom-Chef landet auf Platz 11 der besten Dax-Verdiener. Für das vergangene Geschäftsjahr erhält René Obermann 4,354 Millionen Euro. Das sind sieben Prozent mehr als 2010. Der neueste Hoffnungsträger des Telekommunikationsunternehmens ist die „Cloud“ - von Obermann hier vorgestellt auf der Cebit in Hannover. Quelle: dapd
Platz 10 - Marijn Dekkers (Bayer)Der niederländische Chef des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer erhält für seine Arbeit im Jahr 2011 4,487 Millionen Euro. Marijn Dekkers ist seit Oktober 2010 an der Bayer-Spitze und kann sich nicht nur über sein Gehalt freuen: Im vergangenen Jahr schnellte der Konzernüberschuss um fast 90 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro in die Höhe. Dabei profitierte der Konzern unter anderem von guten Geschäften in den Schwellenländern. Quelle: Reuters

Auch so mancher hochrangige Gewerkschaftsboss bewegt mehr, als sein Auftritt bei Tarifverhandlungen es vermuten lässt. Michael Vassiliadis von der IG Bergbau Chemie Energie sitzt nicht nur als Arbeitnehmervertreter in Konzernen wie BASF, Henkel und beim Düngemittelproduzenten K+S im Aufsichtsrat. Er bestimmt auch über die Zukunft von Evonik mit, indem er im Kuratorium der RAG-Stiftung wirkt. Die besitzt rund 75 Prozent des Essener Chemiekonzerns und soll mit dessen Vermögen die Spätfolgen des deutschen Steinkohlebergbaus begleichen.

Auch Wissenschaftler haben es in die verschwiegenen Zirkel geschafft, deren Mitglieder ihre Macht hinter den Kulissen zelebrieren. So kontrolliert die BWL-Professorin und ehemalige McKinsey-Beraterin, Ann-Kristin Achleitner, neben ihrem Job an der Technischen Universität München gleich zwei Dax-Konzerne mit: den Münchner Industriegase-Hersteller Linde und den Handelskonzern Metro. Ihr Gatte ist Paul Achleitner, der künftige Oberaufseher der Deutschen Bank. Die beiden gelten als Power-Paar der deutschen Wirtschaft.

Die Mächtigen der Wirtschaft

In einer siebenteiligen Serie wird sich die WirtschaftsWoche den heimlichen Herrschern der deutschen Wirtschaft widmen und schildern, wer hinter wem steht und wer Strategien und Karrieren bewegt.

Noch vor wenigen Jahren war es mit der Heimlichkeit der Herrschenden nicht weit her. Die Mächtigen in der Wirtschaft bekannten sich vielmehr offen zu ihrem Einfluss und bildeten einen allseits bekannten Kreis herausragender Manager und Unternehmer, für den das Wort von der Deutschland AG stand. In deren Mittelpunkt agierten vor allem die Chefs der großen deutschen Finanzinstitute, insbesondere der Deutschen Bank und der Allianz-Versicherung, die über ihre großen Industriebeteiligungen die Kernbereiche der deutschen Industrie mehr oder weniger mitregierten.

Deutsch-Banker wie Hermann Josef Abs, der es zu seiner Glanzzeit auf 20 Aufsichtsratsmandate brachte, Alfred Herrhausen und Hilmar Kopper, aber auch Allianz-Vorsteher wie Henning Schulte-Noelle prägten über Jahrzehnte diese Machtelite. Dadurch bildeten sie gleichzeitig einen Beistandspakt und schreckten Ausländer vor Übernahmen deutscher Konzerne ab.

Ein Bollwerk

Wo Frauen in deutschen Konzernen stehen
European Commissioner for Justice, Fundamental Rights and Citizenship Viviane Reding Quelle: dapd
Die Beine von Deutsche Bank-Mitarbeiterinnen, aufgenommen auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank in der Festhalle in Frankfurt am Main Quelle: dapd
Frau an einem Fax-Gerät Quelle: Fotolia
Männer und Frauen verschiedenen Alters Quelle: Fotolia
zwei Frauen und zwei Männer in einem Meeting Quelle: Fotolia
Business-Meeting Quelle: Fotolia
Frau schaut in den Himmel Quelle: Fotolia

Unterstützt wurde das Bollwerk von führenden Industriellen wie Thyssen-Chef Dieter Spethmann, dem einstigen Bosch-Chef und „Gottvater“ Hans L. Merkle oder Ruhrgas-Lenker Klaus Liesen, die weit über ihre Unternehmen hinaus Deutschlands Wirtschaft in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts mitbestimmten.

Die Auflösung der Deutschland AG begann mit der Globalisierung der Wirtschaft und der schwindenden Bedeutung des Kreditgeschäfts der Banken. Statt an Unternehmen zu kleben und denen Geld zu leihen, verlegten sich die Institute zunehmend auf das weltweite Investmentbanking, also das Geschäft mit Anleihen, Aktien, Fusionen und Übernahmen.

Verbliebene Netzwerke

Der große Knall kam schließlich am 1. Januar 2002, als ein Gesetz des damaligen SPD-Finanzministers Hans Eichel in Kraft trat, das Unternehmen den so gut wie steuerfreien Verkauf ihrer Beteiligungen ermöglichte. „Das war das Ende der Deutschland AG, die schon vorher deutliche Auflösungserscheinungen zeigte“, bilanziert der Hamburger Wirtschaftssoziologie-Professor Jürgen Beyer. Die Deutsche Bank trennte sich daraufhin von ihren Beteiligungen an Continental, HeidelbergCement und Metallgesellschaft, die Allianz stieß ihre Anteile an der Commerzbank, der Deutschen Börse und der HypoVereinsbank ab.

Damit waren die Tage der Deutschland AG und ihres Machtknäuels großenteils gezählt. „Die Deutschland AG gibt es zwar so nicht mehr, die Banker haben sich zurückgezogen, die gegenseitigen Beteiligungen sind weitgehend aufgelöst“, sagt der Elitenforscher und Soziologie-Professor Michael Hartmann von der Technischen Universität Darmstadt. „Aber es gibt immer noch die Netzwerke und Strippenzieher.“

Auch wenn viele dieser Netzwerke und Strippenzieher zur Garde der heimlichen Herrscher gehören: Der eine oder andere Vertreter der alten Deutschland AG lebt durchaus erfolgreich fort – allerdings längst nicht mehr im öffentlichen Scheinwerferlicht. Als Prototyp dieser Kaste gilt der einstige Bayer-Chef Manfred Schneider, der zeitweise in den Aufsichtsräten von einem halben Dutzend Dax-Konzernen saß. Der 73-Jährige ist aktuell immer noch der mächtigste Kontrolleur deutscher Top-Unternehmen. Die Aufsichtsräte von Bayer, RWE und Linde tagen unter seinem Vorsitz.

Heute: Ein Netzwerk der heimlichen Herrscher

Die markigsten Sprüche der Firmenchefs
Martin Blessing Quelle: dpa
Martin Blessing Quelle: dpa
Martin Blessing Quelle: dpa
Hochtief - Manfred WennemerSo offene Worte hört man selten auf einer Hauptversammlung. Dem Aufsichtsratschef des Bauriesen Hochtief rutschte auf die Frage eines Aktionärs bezüglich der Entwicklung von Hochtief-Geschäft und mehrfachen Gewinnwarnungen folgendes heraus: „Dass wir alle frustriert sind, brauche ich Ihnen nicht zu erklären.“ Quelle: dpa
Deutsche Bahn - Rüdiger Grube"Ich muss nicht lernen, wie man Kaffee ausschenkt und Zeitungen verteilt. Wir zeigen mit dem Servicetag Interesse an der Arbeit unserer Mitarbeiter und Respekt und Wertschätzung für ihre Leistungen." Grube zum Einsatztag, den jeder Vorstand mindestens einmal pro Jahr im Tagesgeschäft in einem Bereich absolvieren muss. Quelle: Reuters
Lufthansa - Christoph FranzFür defizitäre Töchter gibt es keine Gnade. Franz droht, dass er seine Österreich-Tochter Austrian Airlines zusperrt, wenn sie nicht bald schwarze Zahlen schreibt. „Wir füttern auf Dauer niemanden durch.“ Aber auch im Mutterkonzern muss sich einiges tun, sagt der Lufthansa-Chef und verspricht radikale Veränderungen. Denn, kalauert Franz, „wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Quelle: REUTERS
Volkswagen AG - Martin Winterkorn"Ich möchte dem Berufsstand der Banker ja nicht zu nahe treten", erklärte Winterkorn süffisant auf die Frage einer Journalistin, ob die Vorstände in Anbetracht ihrer üppigen Gehälter die neuen Banker seien, "ich möchte aber darauf hinweisen, dass es sich im Falle von VW um reale Gewinne handelt". Betonung auf real. Quelle: dpa

Nachdem Schneider sich 2002 als Bayer-Vorstandschef verabschiedet hatte, zog sich der gewandte Boss vom Rhein aus der Öffentlichkeit zurück. Stattdessen pflegte der Fußballfan im Stillen seine Kontrollmandate. In jüngster Zeit fiel Schneider damit auf, dass er einige spektakuläre Transfers in der höchsten deutschen Wirtschaftsliga organisierte.

Holländer für die Spitze

So verordnete Schneider dem Bayer-Konzern den ersten Ausländer an der Spitze, noch dazu einen, der bislang sein ganzes Berufsleben außerhalb der Bayer-Mauern verbracht hatte: den Holländer Marijn Dekkers. Und beim Essener Energiekonzern RWE setzte Schneider nach einer turbulenten Aufsichtsratssitzung den Manager Peter Terium, ebenfalls einen Holländer, als Nachfolger gegen den Kandidaten des noch amtierenden Vorstandschefs Jürgen Großmann durch.

Von ähnlichem Kaliber wie Schneider ist auch Gerhard Cromme, der einstige ThyssenKrupp-Chef, der heute die Aufsichtsräte von ThyssenKrupp und Siemens führt. Cromme löste den durch die Siemens-Korruptionsaffäre angeschlagenen Aufsichtsratschef Heinrich v. Pierer ab und gewann den Österreicher Peter Löscher, einen ehemaligen Pharmamanager, als neuen Siemens-Vorstandschef.

Institutionell gebildete Netzwerke

Das heutige „Netzwerk der heimlichen Herrscher in Deutschlands Wirtschaft hängt stark von einzelnen Personen ab“, sagt Soziologe Hartmann. In Frankreich oder Großbritannien bildeten sich die Netzwerke „eher institutionell, durch die Mitgliedschaft an Elitehochschulen“. Der Soziologe hält Cromme in Deutschland für eine der Schlüsselfiguren.

In Arbeit
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Nicht immer sind sich die heimlichen Herrscher der deutschen Wirtschaft untereinander einig. So gerieten die beiden Alpha-Manager Cromme und Schneider vor einigen Jahren aneinander – wegen Linde-Chef Wolfgang Reitzle. Cromme, so heißt es, wollte Reitzle gern als Chef – und Nachfolger von v. Pierer – zu Siemens holen. Linde-Aufsichtsratschef Schneider dagegen wollte seinen erfolgreichen Vorstandsvorsitzenden behalten. Reitzle blieb schließlich, Cromme musste sich seine Siemens-Erfolge mit Staranwalt Hoffmann-Becking holen.

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