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Innovationskraft Deutschen Unternehmen gehen die Ideen aus

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Dax-Konzerne brauchen andere Manager

Viele Dax-Konzerne kooperieren mit beziehungsweise investieren in Start-ups. Ist das nicht genug Mut und nicht genug Innovation für die großen 30?
Um etwas zu ändern, brauchen wir einen radikalen Wechsel: Unsere alten Systeme sind meist nicht wandlungsfähig, die müssen ersetzt werden. Als die Deutsche Bank einen Anshu Jain aus dem Investmentbanking von gestern zum Co-Chef machte, zeigte das genau eins: Die hatten nichts gelernt. Erst jetzt geht Cryan radikal ran.

Und solch eine Holzhammermethode brauchen alle Dax-Konzerne?
Wenn die Dax-Konzerne nachhaltig weiter bestehen wollen, brauchen sie ein neues Management und eine disruptiv agierende Führung.

Sie sprachen in dem Zusammenhang oft von „Killing the system“. Was heißt das konkret?
Eine kritische Masse an der Spitze und im Führungsteam muss erneuert werden. Im Kern gilt es, die alten Seilschaften aufzubrechen und Teile der alten Garde aus dem System zu befördern.

Glänzende Gala, leuchtende Gesichter
Preisverleihung des Deutsche Innovationpreis 2015, Bayerischer Hof in München Quelle: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutsche Innovationpreis 2015: Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender des Optikkonzern Carl Zeiss Quelle: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutschen Innovationpreis 2015: Epoc des Unternehmens Emotiv Quelle: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutschen Innovationpreis 2015: Der intelligente Roboter Roboy Quelle: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutschen Innovationpreis 2015: Harald Habermann, Jay Pollard, Martin Vallo, Jürgen Ahlers, Gerd Manz Quelle: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutschen Innovationpreis 2015: Florian Swoboda, Sebastian Seifert Quelle: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche
Preisverleihung des Deutschen Innovationpreis 2015: Thomas Meindl, Boris Gehring, Christoph Aschauer Quelle: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Reden wir von einem Prozess oder einer Hauruck-Aktion?
Das dauert drei bis fünf Jahre, was zeigt, welch schwierige und hochkomplexe Herausforderung das ist.

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Standort erkennen

    Gibt es deutsche Unternehmen, die diesen Wandel geschafft und alle Seilschaften aufgelöst haben?
    Es gibt Unternehmen, die dem Idealzustand nahe kommen und die sehr wach und handlungsfähig sind, was die Bildung solcher dysfunktionalen Seilschaften angeht. Aber die sitzen überwiegend in Nordamerika und Skandinavien.

    Sitzen dort andere Managertypen im Chefsessel? Und viel wichtiger: Was machen die anders als wir?

    Management



    Unsere Unternehmen brauchen ein Talentmanagement, das Schutzräume bietet für Querdenker. Wir müssen unsere Kompetenzprofile neu überdenken – und warum sollten nicht Mitarbeiter oder Kunden Führungskräfte auswählen? Die wissen doch, worauf es ankommt. Auch die Einstellung, dass Karriere zwischen 27 und 35 stattfindet und danach nichts passiert, muss weg.

    Stichwort Querdenker: Kann ein Germanist in der Führungsetage Skandale wie bei VW erschweren?
    Man kann Skandale nicht verhindern, aber man kann Wahrscheinlichkeiten reduzieren. Den meisten Querdenkern wird allerdings der Mut ausgetrieben oder das System speit sie wieder aus, wie es bei VW mit Wolfgang Bernhard der Fall gewesen ist. Ich habe in meinem Leben schon viele couragierte Führungskräfte gesehen, denen das System Mores gelehrt hat.

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