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Internetstandort Berlin Klaus Wowereit will nicht mit Startups sprechen

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Idee: Diskussionsrunde mit Klaus Wowereit

Klaus Wowereit Quelle: REUTERS

Doch im Roten Rathaus Berlins scheint man an diesem Angebot kein Interesse zu haben. Folgende Antwort erhielt Reber vom Empfang der Senatskanzlei:

vielen Dank für Ihr Schreiben an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, der mich gebeten hat, Ihnen zu antworten.

Leider ist es Herrn Wowereit nicht möglich ein Treffen einzurichten da andere Terminverpflichtungen bestehen.
Er bittet um Ihr Verständnis.

Man kann sich darüber streiten, ob die von Reber erbetene Kurzfristigkeit des Termins notwendig war und vielleicht sogar eine ablehnenden Haltung provoziert hat. Auch fehlte in seiner Anfrage womöglich des Politikers wichtigstes Reizwort “Arbeitsplätze”. Dennoch muss man angesichts dieser Reaktion von Wowereit nüchtern konstatieren, dass der Regierende in dem Glauben zu verharren scheint, auf die Digitalwirtschaft nicht angewiesen zu sein. Was angesichts der chronischen Wirtschaftsschwäche der Stadt und der allgemeinen Annahme, Berlin habe das Potenzial, sich zu einem europäischen Silicon Valley zu entwickeln, mehr als verwunderlich ist.

"Arm aber sexy"

Kritiker mögen monieren, die noch immer vergleichsweise kleine Webbranche Berlins überschätze ihre eigene Bedeutung. Doch gerade wenn dies so wäre, müsste es Wowereit am Herzen liegen, deren Status zumindest durch (öffentliche) Gesten zu stärken. Die Reaktion aus dem Rathaus ist für den Internetstandort Berlin ein Schlag ins Gesicht und lässt befürchten, dass Berlin auch in zehn Jahren noch auf seinen Kultslogan “arm aber sexy” angewiesen sein wird.

Keine Termine

Wirklich verwunderlich ist die Absage auch deshalb, weil der Terminkalender auf Wowereits Website gar keine aktuellen Termine enthält.

Christian Reber bleibt unterdessen hartnäckig und hofft, doch noch zu dem angestrebten Termin zu gelangen.

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Nachtrag: Christian Reber hat in einem Kommentar konkretisiert, dass der E-Mail eine Diskussion mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung vorausgegangen war. Vom Senat selbst kam demnach bereits die Idee, Klaus Wowereit zu einer Diskussion einzuladen, was bisher jedoch erfolglos blieb.

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