Jahresausblick Unternehmer sind trotz Krise optimistisch

Eigentümer kleiner und mittlerer Unternehmen blicken zuversichtlich ins Jahr 2013. Dennoch wirkt sich die Krise auf Wohlbefinden und Arbeitsweise der Unternehmer aus.

Während die Krise in Spanien und Frankreich in den Köpfen der Unternehmer Pessimismus verbreitet, sind die Leiter der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland und den Niederlanden überwiegend zuversichtlich für das Jahr 2013. Das ergab eine Studie des Spezialversicherers Hiscox. Die Assekuranz hat in Großbritannien, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Deutschland, Spanien und den Niederlanden 3000 Eigentümer und Partner kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) befragt, ob sie für ihre Firma zuversichtlich ins nächste Jahr blicken. Die Franzosen sind am pessimistischsten. 44 Prozent legen wenig Hoffnung in 2013.

Wie optimistisch sind Unternehmer in den verschiedenen Ländern?

Dennoch hoffen insgesamt 75 Prozent der Befragten Entlassungen im nächsten Jahr zu vermeiden. 61 Prozent der Unternehmer sind sogar der Meinung, die Euro-Krise beeinflusse ihren Businessplan  nicht. Dabei sind die KMU aus Großbritannien und den USA natürlich zuversichtlicher als ihre Kollegen aus der Eurozone.

Insgesamt ist festzustellen, dass Männer optimistischer sind als Frauen. Während fast jeder Zweite männliche Unternehmer positiv in die Zukunft blickt, sind es bei den Damen nur 45 Prozent. Ein Bild, was sich auch in den deutschen Führungsetagen widerspiegelt.

Auch je nach Branche gibt es Unterschiede. Finanzdienstleister und das produzierende Gewerbe sind deutlich optimistischer als beispielsweise die Baubranche.

Doch die Wirtschaftskrise wirkt sich nicht nur aufs Geschäft, sondern auch auf die Verantwortlichen selbst aus. 43 Prozent der befragten Unternehmer geben an, die Belastung sei durch die Krise gestiegen. Besonders die Spanier leiden. Dort sind mehr als die Hälfte zusätzlich beansprucht. Im Gegensatz dazu empfinden in den Niederlanden nur 24 Prozent eine gestiegene Belastung.

In der Bundesrepublik sprechen immerhin 42 Prozent von erhöhtem Stress.  Interessant ist dabei, dass die Norddeutschen wesentlich gestresster sind als die Unternehmer in Süddeutschland.

Von allen Befragten berichten 31 Prozent von Schlafstörungen durch die gestiegene Belastung. Andere können dem Stress auch durchaus Positives abgewinnen. 30 Prozent geben an, durch die Krise stärker geworden zu sein.  31 Prozent fühlen sich zu effizienterer Arbeit angespornt.          

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