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Jobwechsel Wenn Headhunter ganze Teams abwerben

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Wie Sie Teams locken dürfen

Umso wichtiger ist es, abwanderungswillige Teams diskret zu kontaktieren. Wer wirklich alle Rechtsgefahren vermeiden will, sollte im Zweifel nicht über sein Diensthandy mit Interessenten telefonieren, immer außerhalb der Firmenräume kommunizieren und niemals persönliche Mails auf dem Firmenaccount schreiben. Zumal man nie ganz ausschließen kann, dass das Interesse des Abwerbenden nur vorgetäuscht war, um die Konkurrenz auszuspionieren.

Besonders dreist gingen zuletzt zwei Geschäftsführer eines Zeitarbeitsunternehmens vor, die sich gemeinsam selbstständig machten. Sie wollten 50 Ingenieure anwerben, die für ihre Exfirma bei einem Industrieunternehmen im Einsatz waren.

In der Mittagspause fingen sie die Ingenieure ab und luden sie in einen Wohnwagen zum Kaffee, den sie gleich gegenüber vom Werkstor postiert hatten. Zudem drückten sie ihnen auch noch vorgefertigte Kündigungsschreiben für ihren Arbeitgeber in die Hand. Jahrelange Streitigkeiten vor Gericht folgten.

Hinzu kommt in solchen Fällen oft: Die Jäger des abwerbenden Unternehmens dürfen keine herabsetzenden Äußerungen über den aktuellen Arbeitgeber tätigen oder gar Lügen verbreiten. Wer sich dabei erwischen lässt, macht sich eines geschäftsschädigenden Verhaltens schuldig – und dann wird mitunter Schadensersatz fällig. Schlimmstenfalls droht eine Strafanzeige wegen übler Nachrede.

Checkliste für die Kündigungsfrist

Wie und womit aber darf man Teams locken? Mit besseren Arbeitsbedingungen, mehr Gehalt oder Urlaub, klar. Oder mit Prämien, so wie gerade die Lufthansa. Deren Billigtochter Eurowings bietet Flugkapitänen mit einer Trainerlizenz für den Airbus A320 immerhin 20.000 Euro Prämie, wenn sie von einer anderen Linie wechseln. 15 Flugkapitäne haben schon einen Arbeitsvertrag bei der Lufthansa unterschrieben.

So delikat ein Teamwechsel bisweilen ist, er lohnt sich bestenfalls nicht nur finanziell. Jörg Asmas Senior Manager für Sicherheitsmanagement folgt ihm bereits seit 16 Jahren.

Das Duo lernte sich kennen, als es am ersten Arbeitstag bei IBM in Düsseldorf eine halbe Stunde vor der Bürotür ihres Chefs warten musste. Die beiden verstanden sich auf Anhieb gut, teilen bis heute die Liebe zum Grillen und gehen gerne gemeinsam wandern.

Aus der Arbeitsbeziehung ist eine Freundschaft entstanden, und davon profitiert auch ihre Gruppe: „Weil wir die meiste Zeit des Tages miteinander verbringen, muss das Klima stimmen“, sagt Asma. „Miesepeter kommen uns nicht ins Team.“

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