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Karriere Männermangel macht Frauen ehrgeizig

Laut einer neuen Studie entscheiden sich Frauen eher für eine Karriere, wenn in der Gesellschaft ein Mangel an Männern herrscht.

Familie oder Karriere? Eine neue Studie belegt, dass Frauen eher an einer Karriere interessiert sind, wenn ein Mangel an Männern herrscht. Quelle: Fotolia

Seit Monaten diskutiert die deutsche Öffentlichkeit über das Für und Wider einer Frauenquote. Egal ob man eine solche gesetzliche Regelung unterstützt oder ablehnt – der Kern der Debatte dreht sich vor allem um einen Punkt: Frauen soll der berufliche Aufstieg erleichtert werden. Doch bevor der Anteil weiblicher Führungskräfte steigt, müssen Frauen sich erst mal für eine solche Karriere entscheiden – und just jene Entscheidung hängt auch von der Struktur einer Gesellschaft ab, resümiert eine neue Studie. Deren Essenz: Frauen entscheiden sich eher für eine Karriere, wenn ein Mangel an Männern herrscht.

Frauen in Führungsetagen
Platz 28: DeutschlandMit gerade einmal 20 Prozent Frauenanteil in Führungspositionen bildet Deutschland fast das Schlusslicht. Einen geringeren Frauenanteil haben mit 19 Prozent nur die Niederlande. Quelle: dpa
Platz 26: ItalienNicht wesentlich höher liegt der Frauenanteil mit 22 Prozent in Italien. Quelle: dpa
Platz 23: SchweizIn den 130 untersuchten Schweizer Unternehmen lag der Anteil an weiblichen Führungskräften bei 25 Prozent. Nur unwesentlich höher... Quelle: AP
Platz 22: Türkei...fällt mit 26 Prozent der Frauenanteil in der Türkei aus. Quelle: dpa
Platz 16: FrankreichFrankreich und Spanien liegen mit einem Frauenanteil von 28 Prozent in Führungspositionen gleichauf.
Platz 14: Schweden Erwartungsgemäß liegt Schweden auf einem der höheren Plätze des Rankings. 28 Prozent der Führungspositionen sind hier von Frauen besetzt. Quelle: AP
Platz 10: GriechenlandGriechenland und Irland belegen von allen westeuropäischen Ländern die höchsten Plätze. Ganze 33 Prozent der Managementpositionen sind hier von weiblichen Führungskräften besetzt. Quelle: dpa

Kind oder Karriere?

Zu diesem Ergebnis kommt die Psychologin Kristina Durante von der Universität von Texas in San Antonio. Für ihre Untersuchung wertete sie verschiedene Statistiken aller 50 US-Bundesstaaten aus: Das Verhältnis von unverheirateten Männern und Frauen; den Anteil von Frauen in den zehn bestbezahlten Jobs, und wie alt die Frauen im Schnitt bei der Geburt ihres ersten Kindes waren.

Und dabei fand Durante einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Geschlechterverhältnis und dem Anteil von Frauen auf hoch bezahlten Posten. Je weniger Männer in einem Bundesstaat noch zu haben waren, desto mehr Frauen machten dort Karriere. Und: Je mehr die Frauen in der Überzahl waren, desto weniger hatten Kinder - die sie außerdem auch noch in höherem Alter zur Welt brachten.

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