Karriere Was bringen Business-Netzwerke wirklich?

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Netzwerke für kleine und mittelständische Unternehmen


Andere Netzwerke legen den Fokus dagegen deutlich mehr auf die Umsatzsteigerung durch Networking denn auf persönliches Wachstum der Mitglieder. So heißt es beim Business Network International (BNI), in dem 175.842 Unternehmen vernetzt sind, dass es das erklärte Ziel des Netzwerkes sei, „mehr Umsatz durch neue Kontakte und Geschäftsempfehlungen“ zu generieren. Bei BNI schließen sich Unternehmer in Teams zusammen, wobei jedes dieser Teams aus etwa 20 bis 60 Vertretern unterschiedlicher Fachgebiete besteht – vom Architekten über den Rechtsanwalt, den Dachdecker und den Fotografen bis zum IT-Fachmann. Auch kleine und mittelständische Unternehmen werden hier angesprochen.

Wichtigste Säule der Unternehmerteams seien verbindliche wöchentliche Treffen. „Im Mittelpunkt stehen dabei Kurzpräsentationen der Mitglieder, Beziehungsaufbau und die Weitergabe von Geschäftsempfehlungen, die zu Umsatz führen“, heißt es beim BNI. Denn wir Menschen hören auf die Empfehlungen unserer Freunde und Geschäftspartner. Ist der Bruder mit einem Produkt zufrieden, kaufen wir es auch, empfiehlt der Lieferant eine bestimmte Versicherung, fruchtet das eher als eine teure Werbekampagne. Laut dem Marktforschungsinstitut AC Nielsen treffen 96 Prozent der Konsumenten Kaufentscheidungen aufgrund persönlicher Weiterempfehlungen.

Tipps für den gelungenen Smalltalk

Entsprechend zahlt es sich für die BNI-Mitglieder aus, sich einmal pro Woche über empfehlenswerte Geschäftspartner auszutauschen: Wer liefert günstige Rohstoffe, wer verarbeitet am schnellsten und wer liefert am billigsten aus?
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben klein- und mittelständische Unternehmer, die Teil des BNI sind, 137.000 Empfehlungen ausgesprochen, was den Betrieben im BNI-Netzwerk einen Mehrumsatz von 190,5 Millionen Euro Umsatz beschert hat.

Der Netzwerk-Aufbau kostet Zeit

„Unser Netzwerk bietet Unternehmen die ideale Chance, ihren Vertrieb und ihr Marketing mit einfachsten Mitteln zu stärken. Die Basis dafür sind wöchentlich stattfindende Frühstückstreffen, bei denen Unternehmer ihre Wünsche und Anliegen exakt formulieren können und das gesamte Netzwerk nach Lösungen sucht, auf Basis von Empfehlungen“, erklärt Michael Mayer, Nationaldirektor von BNI für Deutschland und Österreich.

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Da es in Deutschland keine Berufsgruppe, kein Hobby und keine Einkommensklasse gibt, für die es keinen eigenen Verband oder zumindest eine Interessengruppe gibt, sollte es eigentlich niemandem schwer fallen, das passende Netzwerk zu finden. Vom Ambassadors Club, Rotariern, Lions und Förderkreisen über Ingenieursnetzwerke, die Baden-Badener Unternehmergespräche, die Business and Professional Women Germany bis zum Bundesverband Deutscher Kunstversteigerer, dem Business Breakfast Club oder der Entrepreneurs’ Organization gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Menschen zu treffen, die den eigenen Horizont erweitern oder den Umsatz pushen können.

Das einzige Problem: Der Aufbau eines Netzwerkes und die Kontaktpflege in der analogen Welt kosten deutlich mehr Zeit und Aufwand als die Pflege eines Xing-Profils. Natürlich sei es immer eine persönliche Entscheidung, wie viel Zeit man investiere, sagt YPOler Herjavec. Aber von nichts kommt eben nichts. Oder, wie Bewersdorf sagt: „Grundsätzlich bekommt man so viel zurück, wie man investiert.“

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