Kontakte knüpfen Deutschlands Manager unterschätzen Netzwerke

Jeder dritte Chef besitzt kein berufliches Netzwerk - und das, obwohl ihre Bedeutung nicht zu unterschätzen ist. Welches traditionelle Netzwerk den höchsten Stellenwert hat und wie Sie Kontakte richtig knüpfen.

Viele Manager unterschätzen die Wichtigkeit von Netzwerken. Quelle: dpa

Schon an der Universität bekommen Studenten eingetrichtert, wie wichtig es ist, frühzeitig die richtigen Leute kennenzulernen, mit ihnen den Kontakt zu halten und sich das eigene Netzwerk immer wieder zu Nutze zu machen. Sie werden angehalten, dem Alumniverein der Alma Mater beizutreten, Professoren raten an Forschungsprojekten teilzunehmen oder über Praktika erste Kontakte mit der Wirtschaft zu knüpfen.

Und meist ist das auch hilfreich: Sei es bei der Suche nach dem ersten Job, einem Investor für das eigene Startup oder Gleichgesinnten, die ein Projekt mit ihrem Know-how unterstützen könnten. Vitamin B ist der Schlüssel zum Erfolg – zahlreiche Studien belegen das.

Doch all diese Erkenntnisse scheinen Deutschlands Manager wenig zu beeindrucken: Eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Baumann unter 300 Managern ergab, dass jeder dritte Chef kein berufliches Netzwerk besitzt. Während 27 Prozent der Frauen ohne nennenswerte berufliche Kontakte dastehen, sind es bei den Männern sogar 37 Prozent.

Wie Sie erfolgreich netzwerken

Und auch der Schluss, dass in der heutigen, total vernetzten Welt zumindest online reihenweise nützliche Kontakte geknüpft werden, trifft auf die Führungsetagen deutscher Unternehmen eher nicht zu. 14 Prozent der Befragten nutzten Xing als berufliches Netzwerk, fünf Prozent das internationale Pendant LinkedIn. 13 Prozent gaben an, auf Facebook berufliche Kontakte zu pflegen.

Und dabei ist es so einfach, wenn man ein paar kleine Tricks für sein virtuelles Netzwerk befolgt:

So netzwerken Sie online erfolgreich

Soziale Netzwerke haben mittlerweile einen erheblichen Stellenwert in unserem Alltag – sowohl privat als auch beruflich. IBM etwa besetzt 30 Prozent seiner offenen Stellen mit Mitarbeitern, die die Personalabteilung im Internet gefunden hat.

Doch trotz dieser Bedeutung der sozialen Netzwerke ist ein ganz anderer Zirkel für die von der Unternehmensberatung Baumann befragten Manager der wichtigste Bezugspunkt. 26 Prozent der Führungskräfte sehen das Netzwerk aus aktuellen und ehemaligen Kollegen als wichtigste Kontaktmöglichkeit.

„Selbstverständlich ist ein guter Draht zu Kollegen hilfreich“, sagt Michael Faller, Geschäftsführer von Baumann Executive Search. „Wichtig ist es jedoch auch, über den eigenen Wirkungskreis hinauszuschauen und gezielt zu überlegen: Wer ist für meine weitere Entwicklung wichtig?“ Um dann gezielt sein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen.

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