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KPMG-Umfrage Was deutsche CEOs umtreibt

Deutschlands Topmanager: Ihre Hoffnungen und Sorgen Quelle: imago

Vorstandschefs blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Worauf sich die Hoffnungen der Top-Manager gründen – und was sie besorgt.

Für den CEO Outlook 2018 befragte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zwischen Januar und Februar dieses Jahres knapp 1300 Vorstandschefs. Sie kamen aus elf Branchen und führten Unternehmen, die mindestens 500 Millionen Dollar Umsatz machten. Die Teilnehmer kamen aus elf Ländern, darunter USA, China oder Indien, aber auch 125 Topmanager aus Deutschland

Erfreulich: Die Grundstimmung der Topmanager ist durchaus optimistisch. 95 Prozent der deutschen Konzernchefs sehen die Wachstumsaussichten ihres Unternehmens in den kommenden drei Jahren prinzipiell positiv, wenn auch auf eher bescheidenem Niveau: Sowohl weltweit als auch in Deutschland geht über die Hälfte der Konzernlenker davon aus, in den kommenden drei Jahren jeweils höchstens um zwei Prozent zu wachsen.

Die Manager waren auch schon mal optimistischer: Aktuell sind 61 Prozent der deutschen Vorstandschefs zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft insgesamt in den kommenden drei Jahren wachsen wird – 2016 sagten das allerdings noch 82 Prozent. Zwei von drei deutschen CEOs (66 Prozent) sehen in den Abgrenzungsbestrebungen mancher Staaten die größte Gefahr für das Wachstum des eigenen Unternehmens in den kommenden drei Jahren (weltweit: 55 Prozent).

Allerdings glauben deutsche CEOs stärker an neue Arbeitsplätze als ihre Kollegen aus dem Ausland. Knapp die Hälfte der deutschen Manager erwartet, in den kommenden drei Jahren die Mitarbeiterzahl um sechs bis zehn Prozent zu erhöhen – im globalen Durchschnitt sagten das nur 36 Prozent. 

Hoffnung setzen die Vorstandschefs vor allem in neue Technologien. In Deutschland gehen 65 Prozent der Topmanager davon aus, dass Künstliche Intelligenz und Robotik in den kommenden drei Jahren mehr Arbeitsplätze schaffen als abbauen. „Die Anwendungsfelder für die neuen Technologien wachsen rasant“, sagt Angelika Huber-Straßer, Bereichsvorstand bei KPMG, „CEOs erkennen das Potenzial und die Möglichkeiten zur Ausweitung ihres Geschäfts.“ Fraglich sei bloß, ob sie schnell genug sind, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten und die Wachstumschancen erfolgreich wahrnehmen zu können.

Große Sorgen bereitet den Konzernlenkern jedoch die Bedrohung durch Cyberrisiken: 49 Prozent weltweit (und 47 Prozent in Deutschland) sagen, es sei keine Frage mehr, ob mit einem solchen Angriff zu rechnen sei – sondern nur noch, wann. Umso erstaunlicher, dass die Vorbereitungsmaßnahmen anscheinend noch Luft nach oben haben: Nur vier von zehn Befragten in Deutschland bezeichnen ihr Unternehmen als insgesamt gut vorbereitet auf eine Cyberattacke. Wenig überraschend, dass 74 Prozent der deutschen CEOs eine Cyberstrategie als unerlässlich ansehen. 

Skepsis besteht hingegen hinsichtlich der finanziellen Vorteile der Digitalisierung. Hierzulande geht nur jeder fünfte Manager davon aus, dass sich die Transformation innerhalb der kommenden 12 Monate lohnen wird – weltweit liegt die Quote mit 29 Prozent deutlich höher. Drei von vier Befragten in Deutschland (73 Prozent) rechnen hingegen mit einer Dauer zwischen einem und drei Jahren.

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