Management-Kolloquium Konzernchefs fordern Mut zur Digitalisierung

In München traf sich heute die Crème de la Crème der deutschen Industrie: die Vorstandsvorsitzenden von Thyssenkrupp, Kuka und Linde wie auch Vertreter der Finanzwelt. Thema des Treffens: Angst vor der Digitalisierung.

Bei den Podiumsdiskussionen auf dem Münchner Management Kolloquium drehte sich alles um die Digitalisierung Deutschlands. Quelle: dpa

Beim Münchner Management-Kolloquium kamen heute unter anderem ThyssenKrupp-Vorstandschef Heinrich Hiesinger, Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle, Porsche-Vorstand Hans Dieter Pötsch, Kuka-Vorstand Till Reuter, DZ-Bank-Vorstandschef Wolfgang Kirsch und Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon zusammen. ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger fand deutliche Worte zur Haltung Deutschlands gegenüber der digitalen Transformation. Die erste Halbzeit sei verloren, aber mit gut ausgebildeten Beschäftigten könne die Industrie die zweite Halbzeit gewinnen, sagte er.

"Digitalisierung kann man nicht erklären, man muss sie erfahren"

Und der Chef des Schweizer Technologiekonzerns Oerlikon und frühere Siemens-Vorstand Michael Süß beklagte: „Wir haben heute eine gewisse Biedermeierstimmung in Deutschland“. Dabei könne die Industrie 4.0 die Abwanderung von Arbeitsplätzen nach China und Osteuropa stoppen oder sogar umkehren. Auch Hiesinger ist überzeugt, dass die Produktivität durch die Digitalisierung einen gigantischen Sprung machen werde. Als Beispiel nannte er Sensoren in Aufzügen, die Wartungsbedarf schon vor dem Auftreten von Fehlern erkennen und so die Ausfallzeiten halbieren. Hiesinger forderte Unternehmen und Politik auf, mehr Mut zu haben und sich den Veränderungen nicht zu verschließen.

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