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Management Summary Die fünf wichtigsten Wirtschafts-Trends der Woche

Touristen unterwegs ins All: Start der SpaceX-Rakete am Mittwoch. Quelle: imago images/UPI Photo

Hatten Sie wenig Zeit, in dieser Woche ausführlich wiwo.de zu lesen? Das macht nichts: Wir haben für Sie ein Management Summary mit den 5 Wirtschaftstrends der Woche vorbereitet. Auch für Nicht-Manager.

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Trend 1: China im Blick behalten
Der chinesische Immobilienriese Evergrande geriet in die Schlagzeilen: In den vergangenen Wochen waren die Börsenkurse schon um bis zu 80 Prozent abgestürzt, nun beantragte das Unternehmen die vorübergehende Aussetzung des Handels mit einem Teil seiner Papiere. Droht ein chinesisches Lehman-Debakel? WiWo-Korrespondent Jörn Petring sagt nein. Aber dennoch sollten Anleger das Geschehen vorsorglich im Blick behalten. Denn Banken, Fondsanbieter und Versicherer könnten in Evergrande investiert haben.
Call to action: Checken Sie Ihre Fonds, etwa wenn diese den Fokus auf Schwellenländer legen. Hilfreiche Lektüre ist dieser Beitrag von Christof Schürmann: Wie hoch ist Ihr China-Risiko im Depot?

Trend 2: Zu den Sternen aufschauen
In dieser Woche sind die ersten Weltraumtouristen an Bord einer SpaceX-Rakete von Elon Musk ins Weltall geflogen. Und zwar ganz ohne professionelle Astronauten als Begleitung. Ihre Kapsel fliegt per Autopilot und kann im Notfall von der Erde aus ferngesteuert werden. Dass Kritik an dem Unternehmen nicht ausbleibt, war zu erwarten. Geldverschwendung! Klimafrevel! So ungefähr ließen sich die Vorwürfe zusammenfassen. Nur: Braucht es nicht oft erst einmal scheinbar spinnerte Aktionen, um die Menschheit voranzubringen? Wer weiß, welche neuen Erfindungen diese Investitionen in den Weltraumtourismus uns noch bescheren werden.
Call to action: „Wir liegen alle in der Gosse, aber einige von uns betrachten die Sterne“, wusste schon Oscar Wilde. Betrachten auch Sie die Sterne. Oder investieren Sie in Space-Aktien.

Trend 3: Aufholen beim Klima
Es gab weitere überraschende News in dieser Woche: Die Kohle ist wieder die meistgenutzte Energiequelle Deutschlands. Was, Kohle? Genau, das unter viel Freisetzung von CO2 als Brennmaterial genutzte Sedimentgestein. Und zugleich gab es noch mehr Neues beim Thema Energie: Die WiWo konnte exklusiv Einblick nehmen in ein Papier der führenden deutschen Klimaforschungsinstitute. Darin beschreiben die Wissenschaftler des sogenannten Ariadne-Verbunds, wie drastisch der Wandel ausfallen muss, wenn Deutschland seine Klimaziele noch erreichen will. „Klar ist, dass kurzfristig kaum Spielräume bestehen“, fasst Ariadne-Koordinator Gunnar Luderer es in einem Beitrag meiner Kollegin Cordula Tutt zusammen. Es müsse „sehr schnell sehr viel auf den Weg gebracht werden“. Mit dem hohen Anteil an Kohleverbrennung jedenfalls passt das nicht zusammen.
Call to action: Machen Sie mit beim Umbau unserer Wirtschaft, ob als Privatier oder Unternehmen. Und es muss gar nicht mal Verzicht sein: Investieren Sie, wenn Sie können, kaufen Sie grüne Fonds oder ein E-Auto. Das kann sich lohnen. Tipps dazu finden Sie hier oder hier.

Trend 4: Vergessen Sie die Umfragen
Wer seine Stimme zur Bundestagswahl abgibt, wählt möglicherweise taktisch: Etwa die FDP, um ein rot-grün-rotes Bündnis zu verhindern. Manch einer wählt auch SPD, um Armin Laschet daran zu hindern, ins Kanzleramt einzuziehen. Dabei haben die meisten Taktiker die Umfragen im Blick.

Aber vielleicht achten Sie einfach nicht zu sehr darauf und wählen schlicht die Partei, mit deren Positionen Sie sich am ehesten anfreunden können. Denn die Unsicherheiten bei den Umfragen sind recht hoch – mehr Wähler denn je entscheiden sich erst am Wahltag. Und außerdem wählen zunehmend viele Deutsche per Briefwahl; der Bundeswahlleiter erlaubt es den Demoskopen aber nicht, die Briefwähler nach ihrer Wahlentscheidung zu befragen, so dass deren Datenbasis dünner wird.
Call to action: Nutzen Sie doch den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl, um herauszufinden, welche Partei am meisten Ihren Ansichten entspricht. Auch auf wiwo.de.

Trend 5: Lernen Sie von den Frugalisten
Auf großes Interesse unter den WiWo-Lesern stießen diese Woche unsere Beiträge zu den „Frugalisten“ – jenen Sparfüchsen, die in jungen Jahren ihre Kosten extrem herunterfahren, um dann bereits mit 40 in Rente gehe zu können. Der 34-jährige Florian Wagner beispielsweise verdient als Ingenieur zwar ohnehin ganz gut, hat es aber mit einer Mischung aus Sparsamkeit und geschickter Geldanlage innerhalb von fünf Jahren auf ein Vermögen von sogar 430.000 Euro gebracht. Unter anderem durch den Verzicht auf eine große Wohnung und auf teure Urlaubsreisen.

Zugegeben, der Minimalismus der Frugalisten ist nicht jedermanns Sache. Warum nicht das Leben dann genießen, solange man es noch kann? Und dennoch kann man zweierlei von den Frugalisten lernen: Nämlich, dass es schon viel bringt, erstens regelmäßig die Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen, und zweitens, sich ein bisschen mehr Zeit für kluge Anlagekonzepte zu nehmen.
Call to action: Setzen Sie eine smarte Spar-Strategie auf, etwa mit ETFs. Wie Sie den richtigen finden, lesen Sie beispielsweise hier, unserem Dossier des ETF-Sparens.

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