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Management Summary Die fünf wichtigsten Wirtschafts-Trends der Woche

„Amazon wird bankrott gehen“, soll Jeff Bezos einmal gesagt haben. Quelle: REUTERS

Wenn Sie wissen wollen, was diese Woche für Unternehmen, Verbraucher oder in der Politik wichtig war, dann hätten wir etwas für Sie: das Management Summary mit den Wirtschaftstrends der Woche. Auch für Nicht-Manager.

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Trend 1: Den „Jahrhundertunternehmen“ folgen
„Amazon wird bankrott gehen“, soll Jeff Bezos, der Gründer des Online-Giganten, einmal auf einer Mitarbeiterversammlung gesagt haben. Denn die meisten großen Unternehmen hätten eher eine Lebensspanne von 30 statt 100 Jahren, sagte Bezos. Die Herausforderung für Amazon bestehe darin, den Verfall hinauszuzögern, wobei man sich strikt an den Bedürfnissen des Kunden orientieren müsse – anstatt sich mit sich selbst zu beschäftigen. Mit den Rezepten, wie ein Unternehmen alt werden und Krisen überstehen kann, hat sich Christian Stadler beschäftigt, der an der angesehenen Warwick Business School lehrt. Er hat eine Reihe von dauerhaft erfolgreichen „Jahrhundertunternehmen“ identifiziert. Anlässlich der an diesem Freitag gestarteten Success Week, in der wir das 95-jährige (!) Bestehen der WirtschaftsWoche feiern, sind wir der Frage nachgegangen, wie ein Unternehmen langfristig Erfolg haben kann.
Call to action: Wenn Sie ein Business betreiben, folgen Sie dem Beispiel von „Jahrhundertunternehmen“ wie der Munich Re oder Glaxo. Mein Kollege Peter Steinkirchner hat mit Christian Stadler gesprochen und dessen fünf Prinzipien des nachhaltigen Erfolgs dargestellt. Aus Fehlern lernen, ist eine der Maximen.

Trend 2: Richtig verhandeln
Die Bundestagswahl ist gelaufen, und im Ergebnis manifestiert sich die schon lange fortschreitende Fragmentierung der politischen Landschaft. Die Regierungsbildung ist anspruchsvoller denn je. Die Grünen und die FDP haben in dem großen Taktikspiel den richtigen Eröffnungszug gemacht und zuerst miteinander gesprochen. Die Union und die SPD befinden sich derweil im „Gefangenendilemma“ – weil sie nicht wissen, was die andere Seite den Grünen und der FDP für Angebote macht. Wie man eine Position der Stärke effektiv ausnutzt, wissen gewiefte Profi-Verhandler wie René Schumann. Mit ihm hat Jannik Deters für die WirtschaftsWoche gesprochen, denn nichts ist im politischen Berlin jetzt wichtiger als kluges Verhandeln.
Call to action: Lassen Sie niemals die Entscheidungsträger selbst Verhandlungen führen, sagt René Schumann. Diese haben nämlich häufig nicht die nötige Coolness fürs Verhandeln. Für sie kann es in einer Verhandlung ja womöglich um alles gehen – wie für Armin Laschet.

Trend 3: Die Wunderbatterie fürs E-Auto
Die Entwicklungen in der Autoindustrie überschlagen sich, und Tesla liegt in manchem Belang vorne. In dessen chinesischem Werk in Shanghai werden jetzt Teslas produziert, die über Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) verfügen, in denen weder das rare Kobalt noch Nickel verwendet werden. Das Besondere daran ist auch die Lebensdauer der Batterie: Sie bringt es auf 5000 bis 10.000 Ladezyklen, während herkömmliche Zellen meist auf maximal 3000 kommen. Der Einsatz von LFPs bringt den Autoherstellern, die sie verwenden, also Vorteile, wie Stefan Hajek und Martin Seiwert in einem Beitrag erklären.
Call to action: Wenn Sie in Autobauer investieren, achten Sie darauf, wer LFPs schon nutzt. Nicht nur Tesla tut es, auch Volkswagen beispielsweise.

Trend 4: Den Schlafwagen nehmen
Es mag ein wenig verwundern, dass die Deutsche Bahn keine „richtigen“ Nachtzüge anbietet, sondern dieses Geschäft der Österreichischen Staatsbahn (ÖBB) überlässt. Doch Moment, was ist dann mit den ICEs, die nachts durch Deutschland fahren? Die haben leider keine Schlafwagen, so dass die Fahrt zur Tortur werden kann – wie WiWo-Kolumnist Marcus Werner ausführlich beschreibt. Er reiste des Nachts von Bielefeld nach Berlin. Er zeigt, wie gleißend weißes Licht, die gänzliche Abwesenheit von Service und laute Durchsagen Schlaf unmöglich machen.
Call to action: Wenn Sie Reisezeit zum Schlafen nutzen möchten, fahren Sie lieber im Schlafwagen der ÖBB. Oder fahren Sie morgens – und fangen im Zug schon an zu arbeiten, wenn das Wifi mitspielt.

Trend 5: Komplimente machen
Werden Mitarbeiter träge und selbstzufrieden, wenn der Chef ihnen Komplimente macht? Kommt das Lob womöglich als Anbiederung rüber? Das befürchten einige Chefs bestimmt, die sich dann sicherheitshalber auf den Standpunkt „Nicht geschimpft ist genug gelobt“ zurückziehen. Doch haben US-Forscherinnen in einem Experiment herausgefunden, dass die Sorge, Komplimente könnten für Irritationen sorgen, unbegründet ist. Sie ließen Studenten auf dem Campus Fremden (des gleichen Geschlechts) Komplimente machen. Das Ergebnis überraschte: Die Gelobten freuten sich fast immer über das Kompliment. WiWo-Autorin Anne Hünninghaus erklärt die Vorteile des Lobs.
Call to action: Also bitte, machen Sie Komplimente. Sie fördern das Wohlbefinden Ihrer Mitmenschen und auch Ihr eigenes. Vielleicht erproben Sie es am Wochenende mal in der Familie oder an Freunden…

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