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Management Wie ein moderner Manager ticken muss

Das Anforderungsprofil an Manager hat sich in den vergangenen fünf Jahren seit Beginn der Finanzkrise deutlich gewandelt. Wie deutlich zeigt eine neue Studie der Personalberatung Korn/Ferry.

Wie Mitarbeiter-Kreativität Unternehmen voranbringt
Ein VW-Passat Variant und ein Golf Cabrio (r) werden am 09.03.2011 in einem der beiden Autotürme der Volkswagen Autostadt in Wolfsburg automatisch in ein freies Fach transportiert. Quelle: dpa
German car maker BMW Quelle: dpa
Mitarbeiter der MDC Power GmbH in Koelleda, betrachten am Freitag (29.07.11) die Studie fuer die neue Mercedes-A-Klasse "Concept A-Class". Quelle: dapd
Siemens mechatronics apprentice Kim Lucy Steward Morgan works on a bench vice during a class at the Siemens training centre in Berlin Quelle: REUTERS
Eine Lupe wird am 02.10.2012 in Hamburg vor eine technische Zeichnung gehalten. Quelle: dpa
Eine Statue von Alfred Krupp Quelle: dpa
Auch beim Technologieunternehmen Bosch ist die Idee der Mitarbeiterbefragung nicht neu: Firmengründer Robert Bosch (1862 bis 1942) soll einmal gesagt haben: "Immer soll nach Verbesserung des bestehenden Zustands gestrebt werden, keiner soll mit dem Erreichten sich zufrieden geben, sondern stets danach trachten, seine Sache noch besser zu machen." Das betrifft natürlich nicht nur Manager und externe Berater, sondern jeden Einzelnen. Dementsprechend wirken seit 1924 die Angestellten des Unternehmens nicht nur durch eigner Hände Arbeit sondern auch durch kreative Ideen am Erfolg mit. Mit Erfolg: Im Jahr 2010 wurden bei Bosch rund 40.000 Ideen eingereicht, die dem Zulieferer einen Jahresnettonutzen von etwa 30 Millionen Euro brachten. Die hauseigenen Erfinder und Vordenker wurden für ihre Ideen mit Prämien in Höhe von bis zu 150.000 Euro belohnt.

Zuhören statt Kommandos geben, mit Unsicherheiten umgehen statt langfristige Entscheidungen treffen. An den Manager von heute werden andere Anforderungen gestellt, als noch vor zehn Jahren. Damals gab es in der Wirtschaft bestimmte Paradigmen, auf die sich jeder Manager, Politiker und auch Bürger verlassen konnte. Deutschland war Exportweltmeister, die Europäische Union bekam allenfalls Zuwachs, Austritte standen nicht zur Debatte. Heute haben sich die Vorzeichen geändert: Traditionelle Absatzmärkte stagnieren, der Zugang zum Kapital wird oftmals schwieriger, ob Deutschland Deflation oder Inflation droht, darüber streiten sich die Ökonomen.

Die Umfrage der Personalberatung Korn/Ferry unter europäischen Führungskräften hat folgende Herausforderungen als die zentralen unserer Zeit definiert. Die Stabilität des Euros und der Währungsunion hat absolute Priorität – eine Erkenntnis, die die CEO-Umfrage der WirtschaftsWoche zum Jahresende ebenfalls bestätigt hat. Konsumentenstimmung, verschärfte Steuervorschriften, mangelnder Zugang zu Kapital und ein unflexibler Arbeitsmarkt belegen die Ränge zwei bis fünf.

Als Paradebeispiel für einen CEO, der sich diesen Herausforderungen ausgesetzt sieht, nennt Christian Jerusalem, Senior Partner bei Korn/Ferry, den Thyssen Krupp-Chef Heinrich Hiesinger. „Er ist mit vielen Unwägbarkeiten konfrontiert und muss aber kurzfristig Entscheidungen unter hoher Unsicherheit oder Widersprüchen treffen, bei denen er nicht lange zaudern darf.“ Hiesinger muss die defizitären Werke in Brasilien und den USA schnell loswerden, den Stahlriesen in einen breit aufgestellten Technologiekonzern verwandeln. „Ob er das Anforderungsprofil eines modernen CEO auch nachhaltig erfüllt, wird sich zeigen“, sagt Jerusalem.

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