Managersuche Personaler verschlafen Internationalisierung

Exklusiv

Personaler haben Schwierigkeiten, weltweit gut ausgebildete Manager zu finden. Doch auch Führungskräfte müssen noch weiter an sich arbeiten. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt.

Personaler hält Ausschau nach guter Führungskraft. Quelle: Fotolia

Wer sich mit seinen Produkten und Dienstleistungen auf internationales Parkett wagen will, braucht dafür vor allem geeignete Führungskräfte. Doch was das Suchen und Finden der globalisierten Manager angeht, tun sich die deutschen Unternehmen schwer. Rund die Hälfte gibt an, dass ihre Personalabteilung dazu nicht in der Lage ist. Das ist das Ergebnis der Studie "Going Global" von Boyden Executive Search, die in Kooperation mit der EBS Business School entstanden ist.

Immerhin: Die Unternehmen haben zumindest erkannt, dass sich in ihren Personalabteilungen in Zukunft etwas ändern muss. Zum Beispiel, dass HR-Abteilung und Geschäftsführung noch enger zusammenarbeiten müssen.

Mit diesen Tricks arbeiten Personaler im Internet
Personalberater sind wie Sherlock HolmesManchmal erscheint die Personalsuche wie Detektivarbeit. Heutzutage sind Lebensläufe und Anschreiben so professionell verfasst, dass es auf kleinste Details ankommt. Wenn zwei Bewerber zur Auswahl stehen, fällt die Wahl meistens auf den, der neben sehr guter Qualifikation auch Persönlichkeit mitbringt. Doch wie lassen sich private Informationen über einen Kandidaten herausfinden? Auf keinen Fall muss ein Bewerber damit rechnen, wirklich von einem Detektiv auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden. Denn meistens ist das gar nicht mehr nötig. Quelle: fotolia
Gekreuzte Finger hinter dem Rücken Quelle: fotolia
Emblem von Twitter und facebook Quelle: dpa
Hand am Ohr, um zu horchen Quelle: fotolia

Doch durch die Internationalisierung ändern sich nicht nur die Herausforderungen an Personalabteilungen, sondern auch an Manager. Fachliche Kompetenzen setzen Unternehmen zwar voraus. Immer wichtiger werden daneben aber interkulturelle Kompetenzen, Soft Skills und dass die Manager verschiedene Sprachen verhandlungssicher beherrschen. Aber: Gerade mal in einem Drittel der befragten Firmen gibt es Manager, die eine internationale Ausbildung durchlaufen sind. Das ist vor allem dann ein Problem, wenn die Führungskraft in Deutschland arbeitet – das Team aber im Ausland. Immerhin will mehr als die Hälfte der Unternehmen in Zukunft mehr Wert auf eine internationale Ausbildung bei Führungskräften legen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Die Mehrheit ist davon überzeugt, dass die Mischung aus erfahrenen und jungen Mitarbeitern in Zukunft erfolgsversprechend ist. Gerade mal jedes fünfte Unternehmen sucht gezielt im Ausland nach guten Führungskräften – hauptsächlich über international aufgestellte Personalberater, aber auch über soziale Medien. Gute Manager vermuten die Befragten dann vor allem in Asien, Europa und Nordamerika.

Außerdem verspricht sich die Mehrheit von Managern aus dem Ausland steigende Umsätze. Jede dritte Firma erhofft sich, dass sich ihre Mitarbeiter fachliche Kompetenzen von Fachkräften aus dem Ausland abgucken können.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%