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Personalmanagement Die korrekte Kündigung

Mitarbeiter zu entlassen ist wohl die unangenehmste Aufgabe für Vorgesetzte. Wie man fatale Fehler vermeidet und Image-Schäden verhindert.

Nur keine Panik - wenn eine Kündigung droht, sollten Arbeitnehmer einen kühlen Kopf bewahren und ihre Rechte prüfen. Quelle: dpa-tmn

Das größte Leid bringt eine Kündigung natürlich dem Entlassenen. Aber auch für den Arbeitgeber kann sie sehr negative Folgen haben. Eine ungeschickt und ohne Feingefühl ausgesprochene Kündigung kann schnell auf den zurückfallen, der sie ausgesprochen hat. Und auf die gesamte Firma. Die Folgen können sein: ein gestörtes Betriebsklima, sinkende Loyalität und damit verbunden sinkende Produktivität und ein Imageschaden fürs Unternehmen. Deshalb ist es wichtig, die Trennung fair und sauber zu gestalten und auf die Gefühle aller Beteiligten einzugehen.

Sabine Grüner von der Unternehmensberatung EQ Dynamics in München unterstützt Unternehmen in emotional heiklen oder politisch schwierigen Situationen. Und dazu gehören auch Kündigungen, zumal wenn es nicht um einzelne sondern viele Mitarbeiter geht. Grundsätzlich sei vor allem wichtig, dass die Unternehmensleitung diejenigen unterstützt und informiert, die die Kündigungen vor den Betroffenen verkünden müssen. Sie müssen genau erklären können, warum die Entlassungen notwendig sind.

"Die Auswahl der Mitarbeiter, denen gekündigt wird, darf niemanden überraschen. Kündigungsgründe müssen nachvollziehbar kommuniziert werden", sagt Grüner.

Tipps für das Kündigungsgespräch

Gerade bei Entlassungen ist es wichtig, die Emotionen der Betroffenen zu beachten – sowohl die der gekündigten, als auch der verbleibenden Mitarbeiter. Beide werden erstaunlicherweise immer noch allzu oft ignoriert. Dramatische Szenen während oder nach einem Kündigungsgespräch haben auf alle Beteiligten, nicht zuletzt die verbleibenden Kollegen verheerende Auswirkungen und können das Image der Vorgesetzten und des gesamten Unternehmens schwer schädigen.

In Arbeit
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Der verantwortliche Vorgesetzte sollte dafür sorgen, dass die gekündigten Mitarbeiter ihre Aufgaben in der verbleibenden Zeit noch erledigen. Vor allem müssen die verbleibenden Mitarbeiter motiviert werden. "Eine völlig unterschätzte Aufgabe", sagt das Grüner. Denn Kündigungen der Kollegen bedeuten schließlich auch für die Verbleibenden harte Einschnitte und vor allem meist mehr Arbeit.





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