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Rat der Weisen Wie bringe ich meine Aufgaben zügig zu Ende?

Quelle: Dmitri Broido

Aufgaben, auf die man keine Lust hat, ziehen sich wie Kaugummi. Dabei wäre es besser, sie konzentriert und zügig abzuhaken. Warum ist das so schwer? Für Lothar Seiwert ist klar: Von selbst wird es nicht klappen.

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Das Problem kennen wohl die meisten Menschen, Disziplinprofis vielleicht ausgenommen: Je unangenehmer und ungeliebter eine Aufgabe, desto schwieriger fällt die Konzentration - und desto willkommener ist jede Ablenkung. Mit der Folge, dass die Aufgabe sich länger hinzieht und noch unangenehmer wird. Schlimmer noch: Auch weniger unangenehme Aufgabe können es werden, wenn man einfach nicht damit fertig wird. „Wie schaffe ich es, mich diszipliniert an meine Aufgaben zu setzen und konzentriert dranzubleiben?“, fragte eine WiWo-Leserin deshalb. Lothar Seiwert rät, erst einmal das Einfallstor für Ablenkung radikal zu schließen.

Antwort: Häufig ist so viel los, dass es schwer fällt, sich zu konzentrieren und an einer Sache konsequent dranzubleiben. Manchmal haben wir auch einfach keine Lust, etwa bei der Einkommenssteuererklärung, und da ist jede Ablenkung hoch willkommen. Und ganz ehrlich: Das ergeht vielen Menschen so. Zudem werden wir ständig mit WhatsApp- und Facebook-Nachrichten, E-Mails oder Anrufen bombardiert.

Es ist wie beim Multitasking. Sie glauben nicht, dass Multitasking Sie überfordert? Dann probieren Sie es einfach aus. Verzichten Sie bei der nächsten schwierigen Aufgabe bewusst auf Multitasking und Ablenkungen. Sie werden staunen, wie gut und gelassen Sie vorankommen! Mit einem ganz normalen Wecker oder Timer auf Ihrem Smartphone können Sie der Ablenkungs-Falle leicht entgehen.

  • Unterteilen Sie größere Aufgaben in kleinere Blöcke, und reservieren Sie ausreichend Zeit für die jeweiligen Arbeitsblöcke.
  • Lassen Sie sich von einem Wecker oder Timer daran erinnern, wenn die Zeit um ist.
  • Beginnen Sie erst mit einer neuen Aufgabe, wenn es klingelt. Bleiben Sie bis zum Weckton mit voller Konzentration an Ihrer jeweiligen Aufgabe.

Dieser Wecker-Trick wurde als Pomodoro-Technik bekannt und Sie können ihn als neue Gewohnheit gleich heute in Ihren Arbeitsalltag übernehmen. Die Pomodoro-Technik ist eine beliebte Zeitmanagement-Methode, die von Francesco Cirillo in den 1980er Jahren entwickelt wurde. Man verwendet einen Kurzzeitwecker, um Arbeit in 25-Minuten-Abschnitte – die sogenannten Pomodori – und anschließende Pausenzeiten von 5 Minuten zu unterteilen. Der Name Pomodoro (Tomate) stammt von der Küchenuhr, die wie eine Tomate aussah und Cirillo bei seinen ersten Versuchen benutzte. Die Idee dahinter: Häufige Pausen können die geistige Beweglichkeit und Konzentration verbessern. Nach vier Pomodori gibt es dann 30 Minuten Pause.

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Setzen Sie sich Grenzen bezüglich der tückischen, aber überaus angenehmen Ablenkungs-Fallen. Erlauben Sie sich zwei, maximal drei Zeitfenster am Tag, an denen Sie E-Mails und Social Media in Ihr Leben lassen. Fokussieren Sie sich auf Ihre wirklich wichtigen Aufgaben. Planen Sie dafür „Termine mit sich selbst“ ein und belohnen Sie sich, wenn Sie es geschafft haben – nicht nur mit Pausen.

Lothar Seiwert ist Coach, Keynote-Speaker und Autor zahlreicher Ratgeber für Zeitmanagement („Simplify your Life“ und „Die Intervall-Woche“). Er trägt außerdem den Titel Certified Speaking Professional (CSP) und Global Speaking Fellow (GSF) und ist Ehrenpräsident der German Speakers Association (GSA).

Wenn Sie eine Frage haben, senden Sie uns diese bitte an erfolg@wiwo.de oder via FacebookInstagram und LinkedIn

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