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Rat der Weisen Wie werde ich als duale Studentin als vollwertige Kollegin wahrgenommen?

Quelle: PR

Ein duales Studium bedeutet einen regelmäßigen Wechsel zwischen Hochschule und Arbeit im Unternehmen. Coach Catharina Wirtz gibt Tipps, wie duale Studierende in Firmen nicht nur als bessere Praktikantin angesehen werden.

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Das duale Studium kann für viele Schulabgänger attraktiv sein. Statt nur in vollen Hörsälen – oder so wie derzeit häufig eher alleine vor dem Computerbildschirm – überwiegend theoretischen Vorlesung zu lauschen, können duale Studierende in Unternehmen Praxiserfahrung sammeln. Doch durch den regelmäßigen Wechsel zwischen Studium und Arbeit, verbringen sie nur einen Teil ihrer Zeit in der Firma. So mancher Kollege oder Kollegin sieht duale Studierende dann vielleicht eher nur als bessere Praktikanten. Ärgerlich, da vielfach ungerechtfertigt. Eine Leserin fragte uns daher: „Wie werde ich als duale Studentin als vollwertige Kollegin wahrgenommen?“

Antwort: Um die Frage zu beantworten, werfen wir kurz den Blick auf das Konzept „Duales Studium“: Die Idee ist, dass der- oder diejenige im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses in einem Unternehmen parallel auch ein Studium absolviert. Dies findet je nach Modell in unterschiedlichen Zeitaufteilungen statt, aber immer im Wechsel Studium und Arbeit im Unternehmen. Das Interesse auf Seiten des Unternehmens ist es, passgenaue Mitarbeiter zu gewinnen. Für Sie als Studierende besteht die Chance, Praxiserfahrung abgestimmt auf Ihr Studium zu bekommen, und damit eine Perspektive auf eine Übernahme nach erfolgreichem Abschluss des Studiums.

Generell hat das Unternehmen also ein Interesse daran, dass Sie als Arbeitnehmerin in ihrer Praxiszeit voll engagiert sind. Es hängt freilich von den jeweiligen Abteilungen und Ihren Führungskräften ab, in welchem Umfang dieser Idee nachgekommen wird. Grundsätzlich sieht Ihr Unternehmen Sie aber als vollwertige Mitarbeiterin an.

Das ist wichtig, denn es definiert, wie Sie sich zunächst selbst wahrnehmen sollten: Nämlich als eine neue Kollegin, nicht als Studentin in der Praxiszeit. Achten Sie darauf, dass dies Ihr persönliches Selbstverständnis hinsichtlich Ihrer Rolle wird. Erst wenn man von seiner Rolle selbst überzeugt ist oder für den Anfang sich zumindest ihrer bewusst ist, kann man an der Außenwahrnehmung arbeiten.

Und dann bleibt doch eigentlich nur noch die Frage, die sich jede „Neue“ stellt: Wie kommt man als neue Mitarbeiterin in einem bestehenden Team an? Die gute Nachricht: Sie haben es selbst in der Hand. Gehen Sie auf Ihre Kolleginnen und Kollegen zu, beobachten sie die Vorgänge, stellen Sie Fragen, hören Sie aktiv zu und vor allem: Packen Sie immer direkt dort mit an, wo Hilfe gebraucht wird. So werden alle neuen Kolleginnen, ob Berufserfahrene oder Berufsanfängerin, schnell zu vollwertigen Teammitgliedern und sind aus der Abteilung nicht mehr weg zu denken.

Sollte sich für Sie allerdings auch nach Wochen der Mitarbeit das Gefühl, eine bessere Praktikantin zu sein, nicht ändern, lohnt es sich proaktiv das Gespräch bei Ihrer Abteilungsleitung zu suchen, oder sich an Ihre Ansprechpartnerin in der Personalabteilung zu wenden.

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