Recruting-Studie Diese Unternehmen ziehen Talente an

Wie gut rekrutieren deutsche Arbeitgeber junge Nachwuchskräfte? Und wie schneiden sie im Ländervergleich ab? Eine Studie hat untersucht, wie geschickt die Unternehmen nach Personal suchen.

Die besten Recruiter Deutschlands freuen sich über die Auszeichnung. Quelle: Presse

Jedes Unternehmen ist immer nur so gut wie seine Mitarbeiter - umso wichtiger, dass Arbeitgeber die besten Talente anlocken. Aber wem gelingt das in Deutschland am besten? Und wie schlagen sich die Unternehmen hierzulande im Vergleich zur internationalen Konkurrenz? Diese Fragen wollte Markus Gruber von der GPK Event- und Kommunikationsmanagement nun zum dritten Mal beantworten - in seiner Studie "Best Recruiters".

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie

Für die Untersuchung analysierten die Studienautoren die Personalarbeit von je 500 Unternehmen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Konkret werden die Kategorien Online-Recruiting-Präsenz, Online-Stellenanzeigen, Umgang mit Bewerbern und Feedback beleuchtet.

Das Ergebnis: Im Vergleich zur ersten Erhebung im Jahr 2010 hat sich bei allen Arbeitgebern die Qualität des Recruitings verbessert: Sie antworten schneller auf eingehende Bewerbungen, ihre Präsenz im Internet - vor allem auch im Social Web - hat sich verbessert und die Art der Bewerbersuche ist effizienter geworden.

Welche Unternehmen beim Online-Recruiting vorne liegen

Die Unternehmen, die sich bei der Bewerbersuche am besten schlagen, sind EY Deutschland, Bertelsmann, Piepenbrock, Tchibo und Schott. Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY Deutschland ist mit 88 von 100 möglichen Prozentpunkten der Top-Recruiter Deutschlands. Das Unternehmen überzeugte vor allem durch sein Recruting im Web 2.0: Das Angebot für Karriere und Bewerbung sei umfangreich und die Darstellung des Unternehmens informativ.

Im Branchenranking führen Anlagen- und Maschinenbauer mit rund 58 Prozent das Ranking an. Zwar erreichen die Arbeitgeber dieser Branche in keiner Kategorie die absolute Spitzenposition, können sich aber immer im oberen Bereich platzieren. Durch diese Ausgewogenheit erreichen die Unternehmen und Institutionen dieser Branche die höchste Punktzahl im Branchendurchschnitt. Die in dieser Branche die Recruiting-Rangliste anführenden Unternehmen sind die Andreas Stihl AG, Krones AG und KSB AG.

Wo es beim Recruiting hapert

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Alle drei Unternehmen überzeugten durch ein umfangreiches Informationsangebot ihrer Karriere-Websites und Online-Stellenanzeigen sowie die Kommunikation mit ihren Bewerberinnen und Bewerbern. Denn die funktioniert längst nicht bei jedem Unternehmen.

So zeigt die Studie beispielsweise, dass viele Unternehmen auf Bewerbungen nicht antworten. Bei Initiativbewerbungen - selbst, wenn diese ausdrücklich erwünscht sind - bleibt rund ein Viertel unbeantwortet. Und auch wenn der Bewerber eine Rückmeldung bekommt, läuft diese bei 19 Prozent der Unternehmen ins Leere. Das heißt, der Bewerber bekommt weder Zu- noch Absage. Das ist nicht nur unhöflich, wie Gruber findet: "Schnelles und personalisiertes Feedback zeugt von Professionalität – keine Antwort ist aber auch eine Antwort, und Arbeitgeber schaden sich damit enorm."

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