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Roland Jäger "Manager müssen Kritik suchen"

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Die Rolle der Hierarchie

Müssen Manager den Umgang mit Kritik lernen?

Definitiv. Allerdings liegt das nicht immer nur am Chef, sondern auch die Mitarbeiter müssen mutiger werden. Ich erlebe häufig, dass Angestellte keine Kritik äußern, weil sie einen Karriereknick befürchten. Wenn ich dann konkret nachfrage, wann und ob so etwas schon einmal geschehen ist, wird es oft dünn. Dann kennt man eine Geschichte vom Hörensagen, einen Vorstand, den es längst nicht mehr gibt oder aber vermutet nur. Das ist schade. Bedeutet aber auch, dass Chefs immer wieder auf die eigene Kritikfähigkeit hinweisen müssen. Es funktioniert nicht nach dem Motto: Wer den größten Schmerz hat, der wird den Mund aufmachen. Manager müssen Kritik suchen.

Wie miese Chefs ihre Mitarbeiter vergraulen
Keine Verantwortung übernehmen oder abgeben Quelle: Fotolia
Fehlende soziale Kompetenz, mangelnde Motivationsfähigkeit Quelle: Fotolia
Mann steht am Bahnsteig und schaut auf seine Armbanduhr Quelle: Fotolia
Fehler des Chefs: Sich zurückziehen, kein Feedback geben Quelle: Fotolia
Ein schlechtes Arbeitsklima ist Kündigungsgrund Nummer eins Quelle: Fotolia
Sind Mitarbeiter nur Marionetten? Quelle: Fotolia
Vielen Chefs fehlt es an der Fähigkeit, Ziele nicht nur für die oberen Etagen, sondern auch für die Mitarbeiter zu definieren Quelle: Fotolia

Wie soll das funktionieren?

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Standort erkennen

    Führungskräfte müssen einerseits konkret zur Kritik einladen. Andererseits müssen sie darauf achten, dass wenn jemand konstruktiv kritisiert, sie dies wertschätzen und positiv sanktionieren, in dem der entsprechende Mitarbeiter zum Beispiel besonders gefördert wird. Wenn zwei oder drei Mitarbeiter erleben, dass Kritik nicht Repressalien, sondern Anerkennung und Vorteil bedeutet, dann schafft man schnell im Unternehmen eine offenere Kultur. Denn diese Tatsachen machen unter den Mitarbeitern die Runde.

    Fördert eine flache Hierarchie einen offeneren Umgang mit Kritik?

    So werden Sie in Ihrem Unternehmer zum "Konfliktlöser"

    Nicht jede starre Hierarchie ist gleichbedeutend mit ausbleibender Kritik. Es geht auch immer um die persönlichen Beziehung zu den jeweiligen Menschen und die kommunizierte Offenheit von Kritikfähigkeit. Starre Hierarchien im Organigramm sind deshalb nicht so entscheidend, wie die im Kopf. Ich erlebe immer wieder, dass sich Manager in Anwesenheit von ihrem Vorstandsvorsitzenden total verändern und fast schon in Duckmäuser-Verhalten verfallen. Auch wenn der Vorstand das überhaupt nicht erwartet. Die Herausforderung ist also, das von seinen Mitarbeitern konkret einzufordern.

    Hat auch Kritik Grenzen?

    Selbstverständlich! Es müssen sogar klare Grenzen gezogen werden: Wenn nicht gewisse Entscheidungen oder Verhaltensweisen sachlich dargestellt werden, sondern es persönlich oder polemisch wird, muss das direkt sofort unterbunden werden. Denn damit wird der Respekt gefährdet.

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